Venedig – Tag 9: San Marco und Strand

Venedig – Tag 9: San Marco und Strand

Samstag, ca. 19°C und sonnig Heute Morgen wollten wir ausschlafen, aber waren, da wir früh im Bett waren, in Teilen doch früh wach. Die Schwestern haben noch geschlafen und wir andern haben uns aus dem Haus geschlichen. Ziel San Marco – wir haben es also doch vor dem letzten Tag geschafft. Die Überfahrt war wieder schön sonnig und dann durften wir auf dem Markusplatz Aqua Alto erleben – Hochwasser. In der Stadt stehen auf den wichtigen Routen erhöhte Gehsteige bereit – Metallbeine und Holzplatten. Auf diesen drängten sich heute Menschenmassen. Das Hochwasser waren allerdings nur noch ein paar sehr große Pfützen, als wir kamen. Wir haben ja wasserdichte Schuhe, also sind wir schneller an den Pfützenrändern weitergekommen, als über die vollen Gehstege. Eine kurze Schlange vor der Kirche San Marco: ein wenig auf dem Hochwassersteg vorrücken und rein in das Bauwerk. Ich wusste nicht, was mich erwartet, dachte, es ist einfach nur eine weitere Kirche – aber sie ist durchaus eine Reise wert. Der Raum öffnet sich vor einem und die gesamte Decke ist golden. Von vorne bis hinten sind die Decke und alle Unterzüge mit Goldmosaiken ausgeschmückt. Einfach nur herrlich. Viel langsamer als der Rest der Touristen sind wir vorgedrungen, haben von hier geguckt und von da und nochmal nach dort. Dann haben wir die Schatzkammer besucht. Dort sind sehr besondere Kunstgegenstände zu sehen, da viele Stücke ihre Ursprünge in Konstantinopel haben – eher fremd wirken die Ausdrucksformen. Die Gegenstände sind aber super schön. Dann noch an der Altarrückseite entlang – wie für den Schatz muss man auch hier einzeln Eintritt bezahlen – die Altarrückseite ist um Welten...
Venedig – Tag 8: Ab vom Schuss

Venedig – Tag 8: Ab vom Schuss

Freitag, 20°C und sonnig Heute sind wir sehr früh aufgestanden und dann ist irgendwie Zeit verdunstet. Traurig war, dass wir Sarah zurücklassen mussten, da ihr zu übel war. Noooo, ohne Sarah ist alles blöd. Sarah hat noch lange geschlafen und dann den Tag am Strand verbracht. Fotos davon werde ich auch hochladen. Der Rest der Gang ist mit der Linie 1 den ganzen Canal Grande zum Bahnhof gefahren. Dit dauert, aber ist echt schön! Von der Einmündung des Canal Grande aus sieht man die 97m lange Privat-Yacht Carinthia VII auf die Stadt zufahren, neben ihr das Kriegsschiff und das große Segelschiff. Was für ein Boot – ich würde gerne mal an Bord… Am Bahnhof war dann glatt schon wieder Picknickzeit und wir haben am Canal gesessen. Von dort aus sind wir dann in zwei Gruppen los, Mama und Papa mit dem Boot und Esther und ich zu Fuß. Ziel: di Chiesa di San Giobbe. Esther und ich sind auf dem Weg noch in die Chiesa di San Geremia – eine Kirche mit griechischem Grundriss. Am Ziel angekommen, warten Mama und Papa schon auf uns, die Kirche ist heute zu. Also wieder rauf aufs Boot, einen süßen Kanal entlang, dann auf der anderen Seite aus Venedig raus. Etwas an der Stadt entlang und wir steigen in San Alvise aus. Hier ist man so richtig ab vom Schuss. An der Haltestelle sitzt ein alter Mann auf einer Bank und blickt müde rüber nach San Michelle (der Friedhofsinsel) und sonst sieht man die nächsten paar Gassen niemanden. Die Häuser sind grau, der Boden ist grau, es weht Wäsche auf Leinen. Dann ein...
Venedig – Tag 7: Über sieben Brücken gehen wir

Venedig – Tag 7: Über sieben Brücken gehen wir

Donnerstag – 19 °C und sonnig Das Wetter ist wieder lieb zu uns und die Sonne lächelt auf uns nieder. Hier erstmal das Hyperlaps-Video, damit ihr euch vorstellen könnt, wie wir jeden Tag nach Venedig übersetzen: So auch heute, nur sind wir erst an der Rialto-Brücke ausgestiegen. Dort ist der Markt unser Ziel, aber wir gehen erst noch kurz in Coin… Auf dem Markt werden jeden Morgen von 6 bis 12 frische Waren verkauft. Obst, Gemüse und alles was man so aus dem Wasser ziehen kann. Große Fische, kleine Fische, Fischfilets, Krabben, Schrimps, Scampi, Tintenfische (das Eis darunter ist schwarz), Krabben groß und klein, Muscheln aller Art und Oktopusse (Ja, das ist der korrekte Plural, da das Wort griechischen Ursprungs ist… unnützes Wissen, das hängen bleibt…). Diese Artenvielfalt hab ich versucht mit schönen Bildern festzuhalten – die Verkäufer denken bestimmt: „Auusländer kommen immer, aber kaufen nix!“ (Watto – Star Wars Pod Racer) Direkt dort am Markt haben wir dann auf einem Anleger in der Sonne gesessen und ganz gemütlich gepicknickt und dabei das rege Treiben auf dem Canal Grande beobachtet. Alles Erdenkliche wird umhergeschippert. Irgendwie besonders spannend finde ich die ganzen Paketdienstleister… DHL, UPS, TNT, alle haben sie Boote. Von unserem Mittagsplatz aus ging es dann wieder ins Getümmel, die kleinen Gassen, die buckligen Brücken. Es ist geradezu verrückt, wie langsam man in Venedig vorwärts kommt. Auf der Karte sieht das immer wie ein Katzensprung aus, aber es dauert immer Ewigkeiten. Hier ein Shop, da eine Vista, dort eine Kirche, in die man rein kann. Als erstes ging es dann am Fuß der Rialto-Brücke in die Chiesa di San...
Venedig – Tag 6: Um viele Ecken gehen wir…

Venedig – Tag 6: Um viele Ecken gehen wir…

Mittwoch, 19° und sonnig Diese Reise scheint es so zu sein, wie auf einer unsere Romreisen – wir kommen und kommen nicht in die Kirche San Marco hinein, weil es draußen so schön ist… Heute sind wir mittelfrüh aufgebrochen. Über dem Wasser waren wieder die Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln zu sehen. Wieder rauf aufs Boot und diesmal die ganze Bootsfahrt filmen… Mal sehen, ob das ein schönes Hyperlaps-Video wird. Bei San Marco angekommen, wollen wir eigentlich in den Dom reingehen, aber die Schlange davor ist ewig! Am Morgen war ein Kreuzfahrtschiff angelandet, es bleibt nur einen Tag, die Stadt ist direkt etwas voller. Ich lasse schnell ein „Marty McFly“-Bild von mir machen – heute ist der Tag UND das Jahr, in dem der Protagonist des Filmes „Zurück in die Zukunft“ ankommt. Neuer Plan: auf neuen Wegen zur Rialto-Brücke gehen. Dieser Plan klappt auch und dauert den ganzen Tag. Von San Marco gehen wir erst einmal über den Vorplatz und lassen ihn auf uns wirken. Dann erblicken wir eine Post und daneben einen Stand mit gut bezahlbaren Ansichtskarten. Also werden erst einmal Ansichtskarten gekauft. Dann geht es durch winklige Gassen an den ganzen Luxus-Geschäften vorbei. Hier ist es versammelt: Von 750€-Hausschuhen bis zu ausgefallenen Brillen mit verrückt geschliffenem Glas kann man hier alles kaufen. Hier und da gucken wir, drücken uns die Nasen an Schaufenstern platt; meistens ist man dankbar, dass die Kreditkarte solche Einkäufe nicht erlauben würde, das meiste ist ziemlich hässlich. Ein paar Windungen weiter gibt es viele Kunsthandwerkgeschäfte; alle beteuern, nur echtes Burano-Glas zu verkaufen. An einem Platz picknicken wir etwas und gehen in die Kirche...
Venedig – Tag 5: Burano und Torchello mit viel Sonne

Venedig – Tag 5: Burano und Torchello mit viel Sonne

Dienstag, 20 °C strahlender Sonnenschein Heute war ein epischer Tag! Früh sind wir aus dem Haus gestürzt und direkt auf ein Boot. Es soll nach Burano gehen. Eine Insel in der Nähe, wo über viele Jahrhunderte lang die beste Spitze her kam. Die Bootsfahrt war schon ein Erlebnis für sich. Die Sicht ziemlich klar, konnte man sich die Alpen im Hintergrund auftürmen sehen. Und dahinter die schneebedeckten höheren Dimensionen! In meiner Vorstellung waren die niiemals so nah! Es sind nur so ca. 70 km bis zu den Alpen. Also bei Sonnenschein schippern wir mit maximal 34 km/h für gut 40 Minuten mit fantastischen Ausblicken vor uns hin, als links ein schiefer Kirchturm auftaucht, größer wird und sich dann kleine bunte Häuser zu ihm gesellen. Auf der rechten Seite des Schiffs sieht man Torcello, der Siedlungsplatz, an dem Venedig vor1400 Jahren mal angefangen hat – es sind nur noch zwei großartige Kirchen und ein paar Häuser übrig. Erste Station Burano. Es ist geradezu überwältigend, wie sauber und gepflegt die meisten Häuser sind, und dann knall-bunt mit dunkelblauem Himmel. Meine Fotos sehen so aus, als hätte ich beim Nachbearbeiten zu doll an den Reglern gespielt, aber es sah genauso aus. Es ist selten, dass man so etwas komplett Neues und Unbekanntes erlebt. Einfach nur süß, wie sich die winzigen bunten Häuser auf dieser Insel festgesetzt haben. Direkt zu Anfang gehen wir in ein tolles Geschäft, das ausschließlich die einheimische weltberühmte Burano-Spitze verkauft. Am Eingang sitzt eine sehr alte Dame und arbeitet an Spitze. Jede Person hat sich auf nur eine Knotenart spezialisiert. Das Werkstück wird dann weitergereicht und die nächste Knotenart...