Berlin 2015 – Tag 1: Kloster Lenin und Potsdam

Berlin 2015 –  Tag 1: Kloster Lenin und Potsdam

Berlin! Berlin! Ich fahre nie wieder nach Berlin! (Uuund aus welchem Film kommt es?)

Wir sind auf jedenfall heute nach Berlin gefahren. Esther hat sich ein Rad bei EBay-Kleinanzeigen Berlin gefunden und das will man ja dann doch nicht auf gut Vertrauen hin per Überweisung kaufen, also mit dem Auto nach Berlin. Mama, Papa und ich. Ein Bekannter ist weg und lässt uns in seiner Wohung schlafen.

Heute morgen sind wir um 9.40 Uhr aufgebrochen. Auf die Autobahn und ab nach Lehnin. Dort sind wir einmal um das Kloster gestrichen und in die Kirche gegangen. Es ist das erste und älteste (Zisterzensier-) Kloster in Brandenburg. Der Markgraf, der es gegründet hat, war der Meinung, dass man die Slaven nicht mit Waffen befrienden sollte, sondern mit dem Evangelium und dem Gebet frommer Menschen.
Die Klosteranlage ist in Backstein gebaut und hat einen verwunschenen Charm.
Auch gut in der Internet-Wüste: das Gästehaus hat WLAN ohne Login 😀

Zurück ins Auto, bei Werder vorbei nach Potsdam. Dort haben wir einen versteckten Parkplatz gefunden. Ab in den herrlichen Park. Der ist immer noch so magisch, wie zu Kindertagen. Uns hat es hier und da lang getrieben, bis wir am Schloss angekommen waren. Dort haben wir die letzen drei Tickets bekommen.
(Es ist erstaunlich, wie viele Touristen da lang tigern. Alle Meter überholt einen die nächste Reisegruppe, die eine andere Sprache spricht… Der Parkplatz wird mit Hightech-Parkschranken gemanaged und der Museumsshop ist frisch renoviert. Viel toristischer als zu meinen Kindertagen.)

Die Schlosstour wird mit Audioguides gemacht, man kauft sein Ticket für einen bestimmten Zeitslot und dann stürzt man mit einer leise tapsenden Horde Audioguidezombies durch die prachtvollen Räume des alten Fritzes. Die Totenstille wird nur beim Vorbeigehen an anderen Leuten durch das Wispern ihrer Audioguides durchbrochen. Die Wärter tun alle (bis auf eine), als würden sie in menschenleeren Räumen stehen.
Die Räume sind herrlich. Ein Schloss, das zum direkten Einziehen einlädt. Es ist nicht zu groß, es ist nicht zu steif, irgendwie gemütlich und schön hell… Wir nehmen es! Wo kann ich unterschreiben?!
Hab ich schon erwähnt, dass es mein Lieblingsschloss ist, seitdem ich ein Kind bin?

Nachdem wir mit den restlichen Touries in einer trägen Masse durch das Schloss getapselt waren und die wunderschönen Zimmer angeguckt haben, sind wir noch kreuz und quer durch den Park gegangen. Erst zu den Neuen Kammern, dann zur Orangerie (was für ein Aufstieg und was für ein gigantisches Gebäude!), von dort aus zu den Römischen Bädern. Diesen Teil des Parkes liebe ich, er hat etwas Verwunschenes, in meinen Träumen finde ich immer wieder Elemente dieser Anlage wieder. Auch hab ich heute festgestellt, dass ich eine Disney Princessin bin (Internet running gag: weil Vögel zu mir kommen)… Also: Ein Schwan schwimm schnurstracks auf mich zu, steigt aus dem Wasserarm und kommt auf mich zu getappst, nur um – kaum in Reichweite meines Beines – wild an meiner Hose zu knabbern. Nach ein paar Bissen, einem verdutzten Blick und einer Runde Federn Auffluffen, drehte er sich einfach um, stieg wieder ins Wasser und schwamm davon… Jap, that just happend…
Dann noch an Schloss Chalottenhof vorbei und wieder zu den Römischen Bädern, wo magischerweise in kleiner Imbiss/Café noch offen hatte und Ilan Koffein bei einem suuuper netten Besitzer gekauft hat.

Am Chinesischen Teehaus vorbei – zur Zeit ist es wunderbar neu vergoldet und glänzt in alle Richtungen – wieder zum Ausgang.

Anschließend sind wir noch ein wenig über die Fußgängerzone gehinkt, haben uns super leckere halbe Hänchen für 3 € gekauft, sind zum Auto gewatschelt und dann zu Eckies Wohnung gefahren.

Jetzt versuche ich noch ein paar Fotos von meiner Kamera direkt auf mein Tablet und dann in dieses Internetz zu ziehen, danach ist Zeit für Bubu.

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