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USA17 – Tag 14 + 15: Einmal quer durch 7 Staaten

21.04. – 22.04.2017 Grand Rapids, Chicago, Cairo, Memphis, Jackson, Natchez Nach einer viel zu kurzen Woche mussten wir uns wieder von Grand Rapids verabschieden. Wir haben die Zeit hier wirklich genossen und ganz besondere Freundschaften vertieft und ausgebaut. Um 9 Uhr waren wir und unser Gepäck im Auto verladen. Nach einer Weile Reden über unsere herrliche Zeit in Grand Rapids sind dann alle eingeschlafen, bis auf Esther, die gefahren ist, und Papa, unserem Navigator. Und auf einmal waren wir dann vor den Toren Chicagos und Papa hat uns eine super Route rausgesucht, die uns einmal an der Küste entlang direkt an der Innenstadt geführt hat. Wir konnten noch einmal die gesamte Innenstadt von allen Seiten bestaunen. Ach, Chicago ist auch auf einen zweiten Blick noch eine super schöne Stadt. Dann rein ins Stadtgewirr, noch eine Pipipause und Fahrerwechsel. Ich übernehme das Steuer und auf geht es durch etwas Stau zum Flughafen O’Hare. Wie die Insekten kommen Autos an den Bordstein gefahren, um Passagiere auszuspucken und dann direkt wieder hinfortzuschnellen. Auch wir finden uns einen Platz an diesem Bordstein und lassen Esther schweren Herzens ziehen. Ewig war die Zeit, die wir zusammen unterwegs waren und genauso schnell auch wieder vorbei. Zu früh müssen wir Esther ziehen lassen um wieder die Schülerlein zu unterrichten. Nee, Esther sollte eigentlich noch bei uns bleiben! Dann müssen auch wir uns wieder in den Tanz der Autos stürzen, Esther im Rückspiegel zurücklassen und unsere Tränen wegwischen. Der Tanz erlahmt sehr schnell zu zähem Verkehr, aber als Tourist kann man sich über so etwas freuen. Der zähe Verkehr ermöglicht uns, die Innenstadt nochmal von der andren... read more

USA17 – Tag 1: „Berlin! Berlin!“

07.04.2017, Samstag Vienenburg – Berlin ca. 15 °C, bedeckt Solange der Weg das Ziel ist, kann man ja auch erstmal wo anders hingehen und kommt trotzdem an. Ganz in diesem Sinne sind wir am Samstag erstmal nach Berlin gefahren – es gibt freitagnachmittags einen HEX (Harz-Berlin-„Express“), der von Goslar nach Berlin ohne Umsteigen fährt, sehr angenehm. Wir hatten noch eine Reihe kleiner Dinge zu erledigen, also sind wir erst um 17 Uhr aufgebrochen. Wenn man zu fünft reist und dazu noch länger unterwegs sein wird und das auch noch in verschiedenen Klimazonen, dann ergibt das „Travel light“. Also fünf 23kg-Koffer und fünf 8kg-Handgepäcke und noch ein paar Handtaschen. Diese Anzahl Gepäckstücke in einen Zug zu bekommen, ist immer ein kleines logistisches Wunder. Aber zuerst sei noch erwähnt, dass in Vienenburg mal wieder nur die Hälfte der Aufzüge funktioniert hat – zum Glück aber der, der einem – bzw. mir – erspart hat, alle Koffer eine lange Treppe hinunterzutragen (die Rampe rauf kann man die Koffer noch relativ leicht rollern). Nachdem alles sicher verstaut war, ging die Reise dann zuckel-zuckel durch die deutschen Lande. Hier ein Vista auf den Harz, da eine Milchkuh, dort ein paar Schäfchen, hier ein kleines Städtchen, da ein größeres Städtchen, dann wieder Felder. Zwischendrin tiefer Schlaf. Und halbwegs schwups stehen wir, aus dem Zug gequollen, auf dem Bahnsteig Berlin-Zoo. Papa schlägt vor, dass er auf die Koffer aufpasst und wir einmal über den Ku-Damm wandeln. Gesagt, getan. Die Luft ist lau, die Stadt erstaunlich leer. Einmal zum KaDeWe und zurück. Papa mit dem Gepäck wiedergefunden, geht es zu einem Bus der uns fast vor unser... read more

openHAB 2 in Docker on a Raspberry Pi3

Now that openHAB 2 is released I wanted to update my setup and also use the opportunity to try Docker. I’m pretty much a noob when it comes to linux, so it took me a while to get it running and I hope it’s up to muster. The plan is to have openHAB 2 running in a Docker container, but have file persistence in the host file system. This way one can mess around in the container, delete it and build a new one while not loosing data. So first the folders for persistence have to be created and given the appropriate rights: sudo mkdir /opt/openhab/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/ sudo mkdir /opt/openhab/userdata/ sudo mkdir /opt/openhab/addons/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/items/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/persistence/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/rules/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/scripts/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/services/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/sitemaps/ sudo mkdir /opt/openhab/conf/things/ sudo chown 9001.9001 /opt/openhab -R Then the initial configuration files have to be copied into the host folders: docker run --rm --user 9001 -v /opt/openhab/addons:/openhab/addons -v /opt/openhab/conf:/openhab/conf -v /opt/openhab/userdata:/openhab/userdata openhab/openhab:2.0.0-armhf sh -c 'cp -av /openhab/userdata.dist/* /openhab/userdata/ && p -av /openhab/conf.dist/* /openhab/conf/' After that you can build the openHAB container with a normal run command: docker run \ --name openhab \ --net=host \ -v /etc/localtime:/etc/localtime:ro \ -v /etc/timezone:/etc/timezone:ro \ -v /opt/openhab/conf:/openhab/conf \ -v /opt/openhab/userdata:/openhab/userdata \ -v /opt/openhab/addons:/openhab/addons\ -d \ --user=9001 \ --restart=always \ openhab/openhab:2.0.0-armhf With the container running use the following command to access the Karaf shell (default password is habopen) : ssh openhab@localhost -p 8101 Tailing logs can be achieved with: log:tail Raising or lowering the log level (list here): log:set LEVEL package.subpackage eg.: log:set DEBUG org.openhab.binding.zwave Next up: running a mqtt and mysql container…  ... read more

Venedig 16 – Tag 16: Noch einmal alles, bitte

Samstag, 15.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 19 °C Wassertemperatur: 17 °C Das Wetter war heute auf unserer Seite. Als wir heute Morgen aufgewacht sind, hat uns Papa ganz begeistert erzählt, dass das Wetter super ist und er schon im Meer baden war. Wir sind also in Windeseile aufgebrochen. Zuerst sind Esther und ich zur Vaporetto-Station gegangen, um unsere dort abgestellten Fahrräder zurückzuholen und noch etwas Milch zu kaufen. Die Sonne scheint herrlich auf Venedig und der Weg zum Bootsanleger ist eine Freude! Mit den Fahrrädern Milch gekauft, direkt nach Hause, Bade- und Joggingsachen anziehen und raus zu den anderen ans Meer. Mittlerweile hatte es sich leider etwas zugezogen, aber es war immerhin windstill. Erst gehen wir alle eine Weile am Strand entlang und dann jogge ich mit Esther ‘ne Runde. Nach 3 km wieder mit den anderen vereint, wird dann nochmal der Flutsaum ausführlich begangen. Eigentlich dachten wir, dass es einfach zu kalt zum Baden sei, aber dann hat Esther es in den Kopf bekommen, doch baden zu wollen. Also rein in die kalten und etwas trüben Fluten. Die Wellen sind heute sehr kräftig und das Wasser voller Seepflanzen. Aber es ist herrlich, mit den starken Wellen zu kämpfen, und erstaunlicherweise ist es wirklich nicht so kalt. Wir planschen so lange, bis unsere Füße ganz von dem aufgewühlten Untergrund zerschrunden sind. Also schnell warm abribbeln und zu Hause duschen. Frisch aufgewärmt und getrocknet geht es dann – nun wieder in Sonnenschein – rüber nach Venedig. Wir steigen in San Marco aus und entscheiden uns, rüber auf die kleine Insel mit der Kirche San Giorgio Maggiore zu fahren. Rauf aufs nächste... read more

Venedig 16 – Tag 15: Wenn es regnet, geht man ins Museum

Freitag, 14.10.2016 Wetter: Regen unterschiedlich stark, ca. 16 °C Der Herbst hat Einzug gehalten in Venedig. Die ganze Nacht hat es schon in unterschiedlicher Intensität geregnet und heute Morgen sah es nicht so aus, als würde es je wieder aufhören. Mama und Papa sind trotzdem aufgebrochen, ich habe erst einmal ausführlich geduscht, dann versucht Esther zu wecken, dann gefrühstückt und dann nochmal versucht, Esther zu wecken, diesmal mit Erfolg. Esther hat uns Pfannekuchen gemacht und dann haben wir diese bei einer Folge Brooklyn Nine-Nine verspiesen – die Serie ist echt so lustig! Danach haben wir noch ein paar lustige Videos von Kevin Hart und The Rock geguckt – die beiden zusammen! Lustig! Mit Essen und guter Laune betankt haben wir uns dann mutig in den Regen aufgemacht, den Bus zum Bootsanleger genommen und dann rüber über die Lagune. Das Boot schaukelt etwas – ich frage mich, wie das hier wohl erst bei rauem Wetter ist?! Venedig ist eine Frühherbst-Stadt, im Sommer ist es völlig überlaufen und eher stickig, im richtigen Herbst-Herbst kommt Regen und Nebel… Ich muss mal in Erfahrung bringen, wie es hier im Frühling ist. Wir sind mit der 5.2 gefahren und wer ein längeres Gedächtnis hat als wir, wird sich dran erinnern, dass die 5.2 nur bei San Zaccaria hält und ab da in „den anderen Kanal“ fährt. (Ich hatte mit meiner Prognose unrecht – ich erinnere mich jetzt doch noch, dass der Kanal genau wie die Insel Giudecca heißt…) Wieder so erstaunt wie letztes Mal steigen wir also bei Santo Spirito aus, wappnen uns für den Regen und huschen über die Insel zu Salute. Von... read more

Venedig 16 – Tag 14: Für Postkarten braucht man Briefmarken

Donnerstag, 13.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 16 °C In mittlerer Frühe sind Mama, Papa und ich mit dem Vaporetto nach Gardini gefahren, von dort aus dann zu Fuß weiter auf der Suche nach ein paar Kirchen, die wir noch nicht angeschaut hatten. Vorbei am Biennale-Gelände führt uns unser Weg zum Arsenale. Das Wetter ist heute Morgen gerade eben noch sonnig mit mäßigem Wind, allerdings ist es in den letzten Tagen echt kühl geworden. Der Eingang des Arsenals mit seinen wunderschönen Türmen und Löwen wird eine Weile angeguckt, dann die Kirche im Gässchen direkt daneben. Weiter geht es durch winklige Gassen, bis wir bei der griechisch-orthodoxen Kirche sind. Hier erwartet einen hinter einer recht normal aussehenden Fassade mal wieder eine Überraschung. Im Altarraum erstreckt sich der Lettner von Boden bis Decke, ganz bedeckt mit Bildern auf Goldgrund, dazu der Geruch von Weihrauch. Regelrecht atemberaubend. Der Stil ist so anders als die restliche Kunst, die wir die letzten Tage gesehen haben, dass die Augen erst einmal eine Runde zu arbeiten haben. Hinter dem goldenen Lettner sind die Gewölbe und Wände mit Goldmosaiken verziert, auch vor dem Altarraum sind Goldmosaike an beiden Seiten und im Gewölbeabschluss. Ein Hauch Orient huscht einem die Wirbelsäule herunter. Wir bleiben eine ganze Weile und studieren die verschiedenen Darstellungen. Mit frischen Eindrücken in unseren Köpfen machen wir uns auf, um das eine wirklich Wichtige im Urlaub zu tun: Briefmarken erstehen. Es werden zwar an jeder Ecke und Bude, jedem Stand, Ständlein, Café und allen sonstigen Verkaufsorten attraktive Postkarten verkauft, aber das mit den Briefmarken ist nicht ganz so einfach. Briefmarken gibt es im Postamt und auch nur im... read more

Venedig 16 – Tag 13: Wenn die Sonne scheint, geht man ungern rein

Mittwoch, 12.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 18 °C Jeden Morgen gehen wir die Uferpromenade entlang zum Bootsanleger und der Weg ist gerade genau richtig lang. Man hat einen herrlichen Ausblick über die Lagune nach Venedig und an so klaren Tagen wie heute sieht man im Hintergrund auch die Dolomiten, deren Kuppen mehr und mehr von Schnee bekrönt werden. Auf dem Boot nach Venedig bekommen wir heute Sitzplätze ganz vorne im Bug. Eine Sicht, die wir mit bitterer Kälte bezahlen. Morgens ist es mittlerweile doch recht kalt. Oder – natürlich, ich bin einfach kein Morgenmensch. Der eigentliche Plan war es, bis zum Fischmarkt zu fahren und dort herumzugucken, aber bei dem herrlichen Sonnenschein und unseren Premiumplätzen ganz vorne im Boot entscheiden wir uns, einfach noch bis zur Endstation am Bahnhof zu fahren. Die Sonne leuchtet die eine Seite des Kanals wirklich toll aus, die andere wird in tiefe Schatten gehüllt. Diese Reise ist es das erste Mal, dass ich den ganzen Canal Grande runterfahre, und es ist der perfekte Tag. Es trifft also zu, was Papa sagt: „Pläne sind die Leitplanken auf dem Weg zu Besserem“. Auf jeden Fall im Urlaub. Vom Bahnhof gehen wir dann zu Fuß eine Hauptroute zur Rialto-Brücke. Dicht an dicht reihen sich Restaurants, Souvenirläden, Deckengeschäfte, Stoffgeschäfte, Bars (die auch Häppchen und Kaffee verkaufen), Eis-Läden und Handyshops aneinander, den ganzen Weg bis zur Rialto Brücke. Wir gucken mal hier und mal da und gehen auch in einige Kirchen. Eine Straße zum Seele-baumeln-lassen. An der Rialto-Brücke gehen wir erstmal in die Nobel-Mall Fondaco dei Tedeschi. Die Gründe sind zweierlei, der zweite Grund ist die herrliche Aussichtsplattform auf dem... read more

Venedig 16 – Tag 12: Erst ein Markt, dann die Stadt

Dienstag, 11.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 18 °C Dienstags ist hier auf dem Lido Markt. Sarah, Esther und ich machen uns nach dem Aufstehen (und unseren Namen Erinnern) dorthin mit unseren Fahrrädern auf. Der Markt ist auf der breiten Uferpromenade, auf der wir vor ein paar Tagen Rad gefahren waren, mit Blick auf Venedig. Ein Kaufhaus auf Rädern ist dieser Markt, es gibt alles, was man braucht. Mehrere Stände mit Obst und Gemüse. Stände mit Süß, welches in 400g-Portionen verkauft wird. Mode neu und uralt. Selbstgebaute Möbel. Ein kleines Gartencenter. Unterwäsche. Jeder „Laden“ ist um einen Lastwagen oder Transporter herum aufgebaut, viele genau für diesen Zweck ausgebaut mit besonderen 180°-Markisen. Kleidungsstücke kann man in dem jeweiligen Transporter (als Kabine) ausprobieren. Der Markt ist voll. Man hat das Gefühl, viele Menschen kennen sich. Den einen Verkäufer, der an einer Bücke nur eine kleine Plane ausgebreitet hat und ein wildes Sammelsurium an Dingen verkauft, wird von vielen herzlich begrüßt. Einer Kundin zeigt er mit aller Fingerfertigkeit eines wahren Verkaufsgenies die hohe Qualität der Kopfkissenbezüge, die er in seinem Angebot hat. Für einen deutschen Wirtschaftsstudenten ist all so etwas sonderbar. In Deutschland ist alles auf höchste Effizienz getrimmt. Warenhausketten verhandeln die Preise aufs äußerste und senken sie dann noch einmal. Alles groß, neu, viel, gleich. Auch hier findet man an einigen Ständen das gleiche Sortiment, viele Verkaufswagen sehen irgendwie ähnlich aus. Aber das Ganze scheint noch eine Seele zu haben. Die Verkäufer verkaufen ihre Ware mit Stolz und irgendwie ist alles individuell. Wie sich das Ganze rechnet, muss man mir nochmal erklären. So individuell wie das Angebot sind auch die Besucher. Alte Damen,... read more

Venedig 16 – Tag 11: Über sieben Brücken gehen wir

Montag, 10.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 19 °C In trauter (und leicht ver-trauer-ter) Dreierrunde haben Mama, Papa und ich uns heute Morgen aufgemacht – Sarah und Esther haben nochmal dem Bett gefrönt. Unsere erste Station war die Kirche Salute, diese war nach dem Ende einer großen Pest aus Dankbarkeit gebaut worden. Eine wirklich schöne Kirche mit einem kostbaren Cosmaten-Boden (alten Marmor-Einlegearbeiten) und wunderschönen Seitenaltären. Von dort aus geht es zurück in den Sturm – naja, vielleicht nur starker Wind, schneidend kalt ist er heute. Wind = kaltes Wetter; Windstille = angenehme Temperatur. Wir gehen also lieber durch angenehm windstille Gässchen. Dann stehen wir vor einem Restaurant, wo wir schon öfter den Klogöttern mit dem Kauf von Espresso gehuldigt haben. Dies tun wir auch heute, dazu ein Croissant – das italienische Wort dafür ist irgendwie so unmerkbar und unaussprechbar. Das Croissant hier ist hingegen einfach perfekt: Eine mit einem Hauch Süße versehene Kruste, die genau richtig knusperig ist, umhüllt das luftige Innere, welches leicht nussig nach Butter schmeckt. Omnomnom! Frisch gestärkt geht es an das Ufer des „anderen Kanals“ und dort in 3 verschiedene Kirchen. Alle sehr schön. In der einen hängt eine Abendmahlsszene von Tintoretto (oder wie ich ihn ghettohaft nenne: „my boy Tinto!“) – die Farben sind einfach hinreißend, und wirklich gefallen tut mir, dass ein Türke (erkennbar an seinem Turban) mit am Tisch direkt neben Jesus sitzt. Vor der einen Kirche kann man sehr angenehm windgeschützt in der Sonne sitzen, wir entspannen etwas unsere reisezermürbten Füße. Ein Border Collie läuft umher, sein Besitzer redet mit einem Kioskbetreiber in der krispen Herbstsonnne. Der Collie hat eine Wasserflasche im Maul,... read more

Venedig 16 – Tag 10: Parfüm, Japan und moderne Kunst

Sonntag, 09.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 19 °C Des Morgens sind wir in verminderter Stärke gen Venedig ausgelaufen. Sarah ist noch erkältet und Esther legt heute mit ihr einen Ruhetag ein. Also stechen nur drei Kochs in See und trennen sich auch direkt bei der ersten Haltestelle: Ich steige in St. Helena aus, Mama und Papa wollen in den schönen Markusdom in die Messe. Ich lasse mich einfach von meinen Füßen führen. Zuerst finde ich meinen Weg an die Spitze der Insel, und dort in die Marina – man kann einfach so rumgehen und so gehe ich bis zur äußersten Spitze. Von hier sieht man (fast) unser Haus auf dem Lido. Dann durch ein paar Anwohnerstraßen. Kaum ist man „off the beaten path“, ist Venedig so richtig verlassen und still. Ein Bimmeln zerreißt die Stille – mein Handy. Die Messe ist in der Seitenkapelle, also kein beleuchteter Dom. Wir fassen den Plan, in ein paar Palazzi zu gehen. Etwas schnelleren Schrittes und jetzt mit einem Ziel schreite ich gen Haltestelle Arsenale, um mir noch die Yacht anzugucken, die dort liegt. Angekommen, ist die eine, die ich sehen wollte, nicht mehr da, dafür aber zwei andere. Die Kamino kennen wir schon, dann die l’Albatros (43 Meter), eine Yacht, die man für zwischen 75 und 115 Tausend Euro die Woche chartern kann, und die Forever One. Mit dem Crew Member der Forever One, der auf die Tür aufpasst, rede ich ein paar Sätze. Richtig süß ist ja irgendwie, dass vor den Yachten jeweils zwei Stühle stehen und ein kleiner Teppich liegt, damit man seine Schuhe vor Betreten der Yacht ausziehen kann. Dann... read more

Venedig 16 – Tag 9: Heute Ruhetag

Samstag, 08.10.2016 Wetter: bedeckt und regnerisch, ca. 18 °C Wassertemperatur: 18 °C Sarah ist heute Morgen sehr platt und erkältet aufgewacht – nach etwas Überlegen hat sie sich entschieden zu Hause zu bleiben. Damit sie nicht allein ist (und das Wetter da draußen war auch echt fies), habe ich mich entschieden, auch zu Hause zu bleiben. Während Sarah nochmal eine Runde geschlafen hat, habe ich die Fotos der letzten Tage nachbearbeitet und wollte gerade anfangen Videos zu schneiden, als Papa wieder zur Tür reinkam. Er hatte sein Portemonnaie vergessen und den Beschluss gefasst, gegen seine Knieschmerzen heute Rad zu fahren und zu schwimmen. Für diesen Plan hat er auch mich begeistert und schon setzen wir uns wie die Affen auf unsere Schleifsteine. Wir radeln die gleiche Strecke wie letztens am Abend und dann weiter bis ganz zum Ende der Insel. Zunächst bei ziemlichem Regen, dann Nieselregen. Ganz in der Ferne schon einzelne sonnenbeschienene Türme. Dann irgendwann wärmt uns die Herbstsonne versöhnlich und ich kann meine Regenjacke ausziehen. (Übrig bleiben 3 Sporthemden, eine Daunenweste und eine Laufweste.) Die Insel endet eher unspektakulär in einem Fähranleger, einem Leuchtturm und einem Kontroll-Tower. Wir gucken natürlich auch rüber zur Nachbarinsel Pellestrina, die aber nach der Auskunft eines älteren deutschen Ehepaares gänzlich uninteressant ist (ein langer schmaler Schlauch: teilweise eng bebaut, teilweise Natur, ein sehr gutes Restaurant). Wir machen uns auf den Rückweg. Vorbei an alten Ferienanlagen und Hotels der 60iger, tollen Häusern, maroden Häusern und schönen Vistas. Nach gut zweieinhalb Stunden wieder zu Hause, war keine Sarah zu finden. Zettel an der Tür: Bin am Strand. Schnell eine Runde Eierkuchen zubereitet und in... read more

Venedig 16 – Tag 8: Sonne in den Straßen Venedigs

Freitag, 07.10.2016 Wetter: sonnig, windstill und ca. 19 °C Während die beiden, die den Altersdurchschnitt unserer Gang etwas anheben, schon richtig früh das Haus verlassen hatten, haben wir Jüngeren noch etwas länger geschlafen. Dann noch kurz E-Mails checken und dann ganz gemächlich los. Die Sonne scheint von ihrem einsamen Platz im tiefblauen Himmel, wir tuckern über die Lagune, wollen eine Station hinter San Marco aussteigen und merken zu spät, dass die Line 5.1 nicht den Canal Grande, sondern den „anderen Kanal“ langfährt. Ich frage mich, wievielen anderen Touristen es so geht wie mir… Man kennt den Namen des Canal Grande, aber dann gibt es da noch diesen anderen großen Kanal, durch den immer die Kreuzfahrtschiffe auslaufen – aber wie der heißt?! Kein Plan! Ich komme gleich zurück, wenn ich den Namen gegoogelt hab (um in wahrscheinlich morgen wieder vergessen zu haben). *Wartemusik* Also bei Google findet man es nicht. Auf der gedruckten Karte steht es auch nicht. Mama weiß es – dit Kind soll „Canal Giudecca“ heißen! Oder eben einfacher „dieser andere große Kanal“. Also in den besagten fahren wir rein und steigen an der ersten Haltestelle aus. Wir bahnen uns den Weg durch viele süße Gassen bis zur Gallerie dell‘Accademia. Direkt dort in einer Seitenstraße trinken wir drei Espressos und besuchen Hinterräume. An der Gallerie treffen wir Papa, der mit Mama schon Ewigkeiten die Bilder bestaunt hat, und retten ihn mit Picknick vor dem Verhungern. Gestärkt geht Papa zurück ins Museum, wir gehen über die Brücke dell‘Accademia und schlängeln/schleichen uns durch die Stadt bis zur Rialto-Brücke. Von dort gehen wir in das neu eröffnete Nobel-Kaufhaus „Fondaco Dei Tedeschi“... read more

Venedig 16 – Tag 7: Beach Bums finden einen Weg an den Strand

Donnerstag, 06.10.2016 Wetter: sonnig, windstill und ca. 19 °C Wassertemperatur 20 °C Heute Morgen haben wir Urlaub vom Urlaub genommen, lecker Eierkuchen gefrühstückt, geredet, in der Sonne gesessen, und auf einmal war es zwölf. Da es wunderbar windstill war, sind wir nicht nach Venedig gefahren, sondern an den Strand gegangen. Dort sind wir erst lange zusammen den Flutsaum entlanggegangen. Danach hat Mama die Rufe der Kultur gehört und ist nach Venedig gefahren, während der Rest am Strand geblieben ist. Esther und ich sind in der Sonne eingepennt – ein guter Mittagsschlaf ist einfach herrlich. Dann haben Esther und ich eine Runde Beach-Workout gemacht und Sarah hat uns für ein kleines Spaßvideo gefilmt. Gut durchtrainiert, haben wir uns dann alle in die Fluten gestürzt. Das Wasser ist immer noch herrlich warm! Die Sonne sinkt immer näher gen Horizont, wir kommen ohne Begegnungen mit Quallen aus dem Wasser. Schnell abtrocknen und warm anziehen und dann mit gutem Hunger und Blick aufs Meer unser Picknick verschlingen. Weiter geht der Tag mit dem Plan, eine Runde Rad auf der Insel zu fahren. Die Drahtesel werden noch etwas gepimpt und dann geht es los. Unser Sammelsurium Zweiräder sieht etwas abenteuerlich aus, aber auf einer so flachen Insel ist das echt kein Problem (wofür braucht man zwei Bremsen oder eine funktionierende Gangschaltung?). Unsere Tour ist episch – die Uferstraße entlang geht es mit Blick auf die Lagune bei immer dunkler werdendem Himmel. Venedig funkelt im Wasser. Weit im Hintergrund leuchten und glitzern die Industrieanlagen auf dem Festland. Wow! Irgendwann ist es dann schon fast richtig dunkel und wir entscheiden uns umzukehren. Diesmal auf der Meerseite... read more

Venedig 16 – Tag 6: Umherstreifen wie die Wölfe

Montag, 04.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 18 °C Heute sind wir zu guter Vormittagsstunde aufgebrochen, aber nicht in der Herrgottsfrühe, die eine Kirchentour erfordert hätte – von 12 bis 16 Uhr (Zeiten je nach Kirche etwas verschieden) ist die gute alte Mittagspause. Die erste Kirche, in die wir gehen wollten, hatte sogar schon um 11 „Mittagspause“ – tja ja, man muss Essen fassen, solange es warm ist. Genau so hab ich das heute Morgen gemacht und an Fondamente Nuove erstmal ein leckeres Stück Salamipizza verdrückt. Omnomnom! Die gleichmäßige Verteilung von Mozzarella muss ich unbedingt noch meistern. Also die erste Kirche hatte zu und da haben wir direkt das Handtuch geschmissen und den Plan aufgegeben – ein andermal, wenn wir zu dem Herrn gefälligeren Zeiten aus dem Bett fallen, werden wir es mit den Kirchen nochmal versuchen. Zunächst sind erstmal etwas hier und da rumgegangen und haben dann einige Palazzi angeguckt, die kostenlose Ausstellungen für die Architektur-Biennale beherbergen. Dann haben wir einen Coop gefunden und eine Zwischenstärkung eingelegt. Daraufhin sind wir in die Ca‘ d‘Oro gegangen – einem Palazzo, der zu seiner Blütezeit aquamarin gestrichen war und das steinerne Maßwerk vergoldet. Der Kassierer ist ein Mann mit Humor: Mama und Esther sind noch in einem Stoffgeschäft und auf die Auskunft hin, dass die Frauen noch im Geschäft sind (und nachkommen werden), hat er sehr wissend geantwortet „Natürlich sind sie das!“ Die Ca‘ d‘Oro bietet eine gute Auswahl italienischer Meister aus dem 15. Jahrhundert in der ersten Etage und in der zweiten aus dem 16. Jh. Italiener und Niederländer, alte Fresken und Plastiken. Auf jeder Etage kann man von einer großzügigen Terrasse... read more

Venedig 16 – Tag 5: Reif für eine andere Insel

Dienstag, 04.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 23 °C Wassertemperatur 22 °C Bestimmt hat heute Nacht der Mond komische Wellen ausgesendet, denn wir alle haben sehr komisch geträumt… Oder wir könnten eine Verschwörungstheorie beginnen über CIA-Experimente, die den Schlaf von nichtsahnenden Touristen beeinflussen. Also etwas groggy haben wir uns so nach und nach in Richtung Murano aufgemacht. Dafür setzt man erst über nach Fondamente Nuove und dann einmal Umsteigen in das Boot nach Murano. Die Sonne scheint wieder aus allen Löchern –  einfach schön! Wir kommen auch an ein paar Yachten vorbei, eine davon die Bert, ein Boat & Breakfast mit 5 Zimmern – eine kurze Recherche zeigt, dass die Zimmer wahrscheinlich gar nicht außergewöhnlich teuer sind, auch wenn ein Gast die gute Erreichbarkeit des Heliports lobt. In Murano dreht sich alles um Glas – es ist ja immerhin einer der ältesten Herstellungsorte in Europa. Über Jahrhunderte wurden hier Techniken praktiziert, die nirgendwo sonst bekannt waren. Also in Murano gibt es gefühlt nur Glasgeschäfte – alle verkaufen natürlich ausschließlich 100 % absolut originales Murano-Glas, einiges davon sogar nachweislich direkt in der Werkstatt neben dem Shop hergestellt. Auch ganz wichtig zu wissen ist, dass der Eintritt zu so einer Glasbläser-Werkstatt frei ist, aber wenn man dann den Meistern bei der Arbeit zugucken will, muss man doch was bezahlen. Das ist ja auch nur rechtens so – sonst würde man unhöflich Leute bei der Arbeit begaffen. Da man aber dafür bezahlt hat, kann das Knigge-konforme Gewissen beruhigt sein – jetzt ist man geradezu aktiver Mitgestalter des Gesamtkunstwerks „Show-Glasherstellung“. Wir wandern auf noch ungekannten Wegen durch ein Wohnviertel, sehen eine interessante Galerie von dem... read more

Venedig 16 – Tag 4: Reif für die Insel

Montag, 03.10.2016 Wetter: windig und sonnig, ca. 21 °C Heute Morgen sind wir schon früh aufgestanden, und kaum als wir nach Burano aufbrechen wollten, hat es angefangen zu regnen. Also haben wir uns noch eine Stunde verbreitert, bis der Regen aufgehört hatte. Dann trippel-trappel zum Bootsanleger bei schönstem Sonnenschein und rauf aufs Schiff nach Burano. Am Ufer hatte man es noch nicht so gemerkt, aber auf dem Schiff war fast genug Wind um abzuheben – einfach die Jacke aufspannen und wie ein Adler in die Lüfte. Zum Glück ist die Luft noch nicht so kalt, dass wir wirklich doll gefroren haben, nur grade richtig ordentlich. Die Fahrt dauert so ca. eine Stunde und die Sicht war total klar. Die Dolomiten ragen im Hintergrund gen Himmel – es sieht fast so aus, also würden sie sich direkt aus dem Ufer emporheben, aber sie sind ca. 50 km weg. Kurz vor dem Stadium „Eisblock“ sind wir in Burano angekommen – diese Insel ist auch beim zweiten Besuch noch magisch. Die bunten Häuser, die dicht gedrängt an Ufern und Kanälen stehen, sehen einfach unwirklich aus. Wir haben wieder das Glück, perfekte Beleuchtung zu haben, die Häuser sind quietsche-bunt gegen den tiefblauen Himmel. Einmal quer über die Insel gehen wir in die Kirche, auf dem Weg dorthin verlockt uns eine Bäckerei zum Eintreten und ein Obst- und Gemüsehändler. In der Kirche sitze ich in der letzten Reihe, als eine deutsche Walküre und (wahrscheinlich) ihr Sohn (beide schon mehr als ein paar Jahre erwachsen) sich neben mich setzen / fallen lassen. (Folgendes ist etwas überzogen.) Nach kurzem Schweigen sie – ihr Gesicht erinnert an... read more

Venedig 16 – Tag 3: Strand, Sport, Sonne, Lido, Venedig

Sonntag 02.10.2016 Wetter: mild und sonnig, ca. 21 °C Wassertemperatur: 21 °C Die Qualität dieser Reise lässt sich sehen, auch Tag 3 war klasse! Den Tag haben wir nochmal mit einer Runde Ruhe und Gemütlichkeit begonnen. Als nächste Station haben wir dann nochmal den Strand angesteuert. Erster Tagesordnungspunkt für Esther und mich war keine Runde joggen – 5 Km am Flutsaum entlang. Bis zum Hotel Excelsior, schick sieht es von außen aus. Es sind sogar noch Strandhütten in Betrieb. Die letzten 400 m bin ich am Ende noch mal gesprintet – was für ein Gefühl, dieses Brennen in der Lunge und in den Muskeln, das anaerobe Training schreit! Irgendwie gefällt es mir ja. Dann musste sich in unserem windschattigen Basislager erst einmal erholt und aufgewärmt werden – der Wind war auf dem Rückweg doch kälter als erwartet. Der Rest von uns hat die Zeit, die wir umhergewetzt sind, mit vernünftigerem Umhergehen verbracht. Frisch gestärkt und etwas ausgeruht haben wir uns dann in die Fluten gestürzt. Heute mit spaßigem Wellengang. Die Küste ist ein langes Stück super flach und so kann man viel Zeit damit verbringen, unter großen Gejubel über Wellen zu springen. Alle Varianten wurden ausprobiert, direkt kopfvoraus, seitwärts, rückwärts… Dann kann man natürlich mit den Wellen schwimmen oder durch sie durchtauchen. Wir hatten gigantischen Spaß. Völlig ausgemüdet wurde dann ein Stopp zu Hause eingelegt, um von der kulturellen Errungenschaft „fließend Wasser“ Gebrauch zu machen und einen Happs zu essen – wie schon heute Morgen habe ich eine Runde Pfannekuchen gemacht. Sind doch irgendwie immer lecker. In zwei Grüppchen sind wir dann bei perfekten Spätnachmittagslicht nach Venedig geschippert. Der... read more

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