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Venedig 16 – Tag 2: Strand, Sport, Sonne, Lido, Venedig

Samstag 01.10.2016 Wetter: mild und sonnig, ca. 24 °C Wassertemperatur: 22 °C Nach dem langen Reisetag musste erst einmal gebührend entspannt werden, dafür ist Schönheitsschlaf besonders wichtig. Kurz nach 10 waren alle wach – ich war schon mal vorher wach, gänzlich unfreiwillig, muss ich hinzufügen! Mücken! Große Quaddeln… Aber dann nach Verwendung des magischen Mückenstabes – oder BiteAway mit seinem richtigen Namen – ging es dann wieder und ich hab noch eine Runde geschlafen. Diesem seeligen Schlaf mischte sich dann irgendwann eine Nachbarin unter, die mit einer weiteren Nachbarin sprach. Der Name der Nachbarin 1 ist mir nicht bekannt, aber Nachbarin 2 heißt M!A!R!I!A! – geradezu archetypisch. Fast jeder Satz der ersten Nachbarin wurde – so wie es nur italienische Omas können – kräftig kneterig geschrien. MARIA, BLA BLA BLA BLA! Marias Beteiligung an dieser ewigen Unterhaltung war keineswegs piano, aber halt etwas weniger lautstark. Mal sehen, ob auch morgen der MARIA!-Wecker uns aus den Federn brüllt. Nach etwas Frühstück, Kaffee, Improvisieren (einer unserer Koffer ist nicht mitgekommen) sind dann wir „Kindas“, dem Vorbild der Altvorderen folgend, zum Strand getingelt. Keine 5 Minuten zu Fuß sieht man es, hört man es, riecht man es und spürt man es zwischen den Zehen: das Mittelmeer. Erstmal ein Selfie – essentieller erster Schritt des „Erlebens“ (Titel meiner Doktorarbeit wird dann: „Die digitale Transformation des Erlebnisgegenstandes digitalerlebten Erlebens“). Dann das physiologische Erleben: die Füße in den Sand und ab in die Brandung. Danach das seelische Erleben: einfach eine Runde im Sand „tschillen“ (ganz so wie die „jungen Leute“ das heutzutage machen). Dieses sagenumwobene Chillen wurde dann in den verschiedensten Ausdrucksformen den Rest des... read more

Venedig 16 – Tag 1: Brügge nicht sehen und nicht sterben

Freitag 30.09.2016 und auch der nächste Tag Wetter: mild, ca. 20 °C Reisetag. Das erste Abenteuer einer Reise ist immer die Vorbereitung, besonders wenn es in eine Ferienwohnung geht. Alle Essentials müssen gepackt werden und dann muss alles in eine Anzahl Koffer und Handgepäcke portioniert werden, die der Anzahl der Reisenden entspricht. Aber es gilt auch, auf jeden Fall für Besitzer von 3D-Druckern noch letzte intelligente Erfindungen zu perfektionieren und zu drucken. So habe ich gestern noch ein Rucksackträgerzusammenhaltsystem entworfen und produziert – mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Erprobung beginnt morgen. Ein Produktvideo wird folgen. Also alle Vorbereitungen sind getroffen, eine Anzahl Gepäckstücke der Reisegruppengröße entsprechend steht im Flur, da heißt es: Auf 3 geht’s los. Alles in die Karre. Die Karre, der moderne Lastenesel, die hoffentlich groß genug ist, um all den Kram in seinem Innenraum zu beherbergen. Nächste Station ist dann der Ort, der so herrlich nach Kerosin riecht. Für umweltbewusstere Menschen vielleicht ein Geruch, der alles das verkörpert, was verkehrt ist mit der Welt, aber für mich seit meiner Kindheit der Geruch von Abenteuer. Besonders in Hannover-Langenhagen weht einem teilweise schon Kilometer vor dem Flughafen auf der Autobahn das Parfüm der Abenteuer entgegen. Der olfaktorische Start in das Unbekannte – auf einer Reise werden einem noch viele unbekannte Gedüfte entgegenschlagen (manche gut, manche schlecht) – anfangen tut das Geruchsabenteuer Flugreise immer mit dem herrlichen Geruch von Kerosin, das von durchstartenden Jets in die Atmosphäre geblasen wird. Wunderbar! Um unsere Ökobilanz zu verbessern, sind wir den ersten Leg unser Reise allerdings mit einer Bombadier Dash 8 Q400 geflogen – einem Turboprop-Flugzeug – sehr sparsam... read more

OctopPrint with TFT

After seeing the 3.5″ PiTFT OctoPrint Rig on Thingiverse I bought this 3,5 TFT from aliexpress and wanted to use it with Octopi and the Touch UI plugin. But how could it be different, the simple plug and play I hoped for was not possible. So here is the way i got it to work: Download the Octopi Image – http://octoprint.org/ Put it on an SD card and edit the network config Boot it up and do the usual raspi-config stuff Install TouchUI from the Octoprint Plugin-Manager Install everything you need for the GUI: sudo apt-get update && sudo apt-get install alacarte desktop-base fonts-dejavu fonts-sil-gentium-basic gksu gnome-icon-theme gnome-themes-standard-data gtk2-engines libgl1-mesa-dri libgles1-mesa libgles2-mesa libpangox-1.0-0 lightdm lxappearance lxappearance-obconf lxde lxde-common lxde-core lxde-icon-theme lxinput lxpanel menu-xdg pcmanfm raspberrypi-net-mods raspberrypi-ui-mods xcompmgr xdg-utils xinit xserver-xorg xserver-xorg-video-fbdev xserver-xorg-video-fbturbo claws-mail gpicview leafpad lxrandr lxtask lxterminal openbox pi-package rc-gui xarchiver xpdf policykit-1 raspberrypi-artwork rpi-update (https://andrewvaughan.io/raspbian-i-love-you-but-youre-fat/) Download the Display drivers: wget http://www.waveshare.com/w/upload/3/37/LCD-show-151102.tar.gz Install the display drivers following this website:  – http://www.waveshare.com/wiki/3.5inch_RPi_LCD_(A)#Driver Install Chromium: sudo apt-get update wget -qO - http://bintray.com/user/downloadSubjectPublicKey?username=bintray | sudo apt-key add - echo "deb http://dl.bintray.com/kusti8/chromium-rpi jessie main" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list sudo apt-get update sudo apt-get install chromium-browser -y (http://raspberrypi.stackexchange.com/questions/41603/installing-chrome-on-raspbian/51602) Edit this file: sudo nano /home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi @lxpanel --profile LXDE-pi @pcmanfm --desktop --profile LXDE-pi @xscreensaver -no-splash @xset s off @xset -dpms @xset s noblank @sed -i 's/"exited_cleanly": false/"exited_cleanly": true/' ~/.config/chromium/Default/Preferences @chromium-browser --noerrdialogs --kiosk http://0.0.0.0:5000 Reboot and hopefully... read more

Lösung zu: The Octoprint server is currently not running

Auf einmal wollte mein Octoprint Server nicht mehr starten. Also ab zu google und wild googlen – es gibt die verschiedensten Lösungsvorschläge. Es kann aber auch ganz einfach sein, wenn man von jedem Druck ein Timelaps macht: der Speicher ist voll. Lösung: Auf den Raspberry Pi zugreifen und unter /home/pi/.octoprint/timelapse erstmal Timelapses, die man behalten will auf den PC kopieren und dann die Dateien aus dem Verzeichnis löschen. In „tmp“ befinden sich die Einzelaufnahmen noch nicht gerenderter... read more

MQTT, Mosquitto, Raspbian Jessie und der fiese Systemd-Autostart

Disclaimer: Ich hab keine Linuxerfahrung. Mit Google an meiner Seite, bekomme ich Dinge hin, die ich meistens nur halb verstehe. Also falls ich Blödsinn erzähle, bin ich dankbar für einen Hinweis. Immer wieder wenn ich bastle, sehen die Anleitungen super leicht aus – es dauert dann aber doch einen Tag bis alles läuft. Nicht anders war es bei meiner Mosquitto Installation. Die Hürde: kein Autostart. Meine Mosquitto-Config ist simpel und sie sieht wie folgt aus: # Config file for mosquitto # # See mosquitto.conf(5) for more information. # # Default values are shown, uncomment to change. # # Use the # character to indicate a comment, but only if it is the # very first character on the line. # ================================================================= # General configuration # ================================================================= # Write process id to a file. Default is a blank string which means # a pid file shouldn't be written. # This should be set to /var/run/mosquitto.pid if mosquitto is # being run automatically on boot with an init script and # start-stop-daemon or similar. pid_file /var/run/mosquitto.pid # When run as root, drop privileges to this user and its primary # group. # Leave blank to stay as root, but this is not recommended. # If run as a non-root user, this setting has no effect. # Note that on Windows this has no effect and so mosquitto should # be started by the user you wish it to run as. user mosquitto # ================================================================= # Persistence # ================================================================= # Save persistent message data to disk (true/false). # This saves information about all messages, including # subscriptions, currently in-flight messages and retained # messages. # retained_persistence... read more

Venedig – Tag 14: Der Dogenpalast und Rumgerenne

20°C, morgens Nieselregen, zum Abend hin aufklarend Früh los, es liegt Dunst über der bis zum Rand gefüllten Lagune und der Himmel tröpfelt etwas… Es ist wieder Aqua Alta und diesmal noch etwas doller. Der Platz vor dem Dogenpalast wird etwas überspült. Wir entscheiden uns, direkt in den Dogenpalast zu gehen und nicht erst nochmal in San Marco vorbeizugucken. Wenn man einen Museums-Pass hat, muss man zum Glück nicht anstehen und kann direkt rein. Dann Rucksack abgeben. Es gab keine Audioguides mehr. Also rein ins Getümmel. Die ersten Räume nach der goldenen Treppe sind eine neue Sonderausstellung. Hier braucht man den Audioguide zum Glück nicht. Es wird das Leben in der Lagune mit all seinen Aspekten beleuchtet. Zum Beispiel wie früher über ein ausgeklügeltes System Wasser aus einem Fluss auf Boote verladen und dann in die Zisternen der Stadt gefahren wurde, die auch Regenwasser sammelten und filterten. Oder dass früher die Kirchtürme viel öfter geläutet haben, um besonders nach Einbruch der Dunkelheit oder bei den früher noch dichteren Nebeln Leuten Orientierung zu bieten. Für mich begeisternd waren sehr gelungene animierte Ausstellungsstücke – auf dem Boden war ein Podest und darauf z.B. ein Relief der Lagune, von oben wurde auf diese 3D-Struktur dann unter anderem das Flutmuster zu verschiedenen Jahrhunderten mit einem Beamer von oben aufprojiziert. Eine sehr gelungene und informative Ausstellung. Nach diesen Ausstellungsräumen konnten wir Audioguides erstehen und sind dann durch die restlichen Räume gegangen. Es sind äußerst prächtige Räume! Jeder Raum hat eine kostbare Kassettendecke und ist fast komplett mit den besten Bildern ausgeschmückt. Staunend geht man langsam von einem in den nächsten Raum. Glücklicherweise kann man... read more

Venedig – Tag 13: San Marco und ein Palazzo

Mittwoch, ca. 18°C und Nieselregen Morgens etwas vor sieben fangen die Kinder des Vermieters in der Wohnung über uns an, quietschfidel durch die Wohnung zu tapsen… da kann man nicht wirklich weiterschlafen. Gerade wollte ich aufstehen, da ist auf einmal Ruhe – also noch zwei-, dreimal wenden… Mama und Papa sind dann schon sehr früh losgezogen und haben drei Kirchen besichtigt. Wir haben haben noch etwas rumgerödelt und dann habe ich Sarah bei zwei Folgen Roadkill (sehr lustige 20-Min.-Auto-Serie) massiert.  Dann geht es los durch den Nieselregen, gerade so dolle, dass es sich nach Regen anfühlt, aber doch so wenig, dass sich die Kapuze aufzusetzen übertrieben anfühlt. In der Stadt angekommen, war etwas Aqua Alto und wir mussten eine Weile an der Kathedrale San Marco auf Gehstegen anstehen. Kurz vor 12 haben uns die anderen an der Tür getroffen. Heute war wieder die Beleuchtung an. Sarah und Esther haben das goldene Spektakel zum ersten Mal bewundert, aber auch für mich war der Wow-Effekt nicht geringer als beim ersten Mal! Von dort aus sind wir im Nieselregen über den Platz gegangen; der Plan: den Dogenpalast besichtigen. Zuerst picknicken wir aber noch unter den Kolonaden. Auf dem Weg in den Palast sieht Esther eine Ankündigung für eine Evakuations-Übung am Nachmittag und wir entscheiden uns, heute lieber etwas anderes zu machen. Schnell die Köpfe zusammen gesteckt, neues Ziel: das Naturhistorische Museum in der Fondatio dei Turchi, einem  Palazzo aus dem 13. Jhdt. im venezianisch-byzantinischen Stil. Also ab ins Boot und bei fisseligem Regen den Canal Grande entlang – zum Glück kann man hinten im Boot draußen sitzen und wird nicht bis kaum... read more

Venedig – Tag 12: Ab in die Schule…

Dienstag, 19°C sonnig und am Abend etwas bewölkt Der Morgen noch recht frisch, das Boot sehr voll. Wir steigen in Arsenale aus. Ein wenig das Ufer entlang und dann einen Kanal entlang zu Arsenale. Das war für Jahrhunderte die größte Werft der Welt (16.000 Arbeiter) – dort waren schon sehr früh Produktionsstraßen bekannt, im 16. Jhdt. konnten sie eine Galeere in 24 Student bauen und voll ausstatten und für den Einsatz bestücken. Heute beherbergt das Gelände die Führungsakademie der italienischen Marine. Man kann nur eins der Eingangstore sehen. Mamas Fuß tut heute sehr weh und wir nehmen es als Gelegenheit, ganz gemütlich zu schlendern. Von dort geht es in Richtung Scuola di San Giorgio degli Schiavoni. Auf dem Weg dorthin können wir in die Chiesa di San Giovanni in Bragora und Chiesa di San Martino Vescovo reingucken. Diese Kirche ist bis auf den Altarraum quadratisch und die Decke ist komplett ausgemalt. Weiter geht es durch süße Gassen. Noch eine Kirche: San Antonin zeigt eine Ausstellung der Biennale – hier hat moderne Kunst wieder geschafft zu begeistern – die Künstlergruppe zeigt, wie die Gesellschaft Kommunikation und Social Media zu neuen armseligen Göttern gemacht hat. Die Wände sind mit Gitter-Reliefs behangen; sie zeigen Menschen bei Errichten von Sendemasten; vor dem Altar steht ein großes Facebook-f anstatt eines Kreuzes. Im Kirchenraum sehen „Apostel“-Figuren herum – lebensgroße halbe(!) Menschen aus grauem Material, irgendwo geht ein Schnitt quer durch die Figur (der Rest der Figur fehlt) und man sieht das Innenleben plastisch herausgearbeitet: jeweils eins der bekannten Zeichen des Internet wie Browser-Symbole, das Logo für Instagramm usw. – es hinterlässt einen ziemlich nachdenklich. Bevor... read more

Venedig – Tag 11: Murano, die Glasinsel

Montag, ca. 20°C und sonnig Vom gestrigen Dunst war heute nichts mehr zu sehen. Schon gestern hatten wir uns entschieden, heute nach Murano zu fahren. Das ist eine Insel, einen Katzensprung nord-östlich von Venedig. Als Maßnahme, die Stadt vor Feuer zu schützen und um die Glasherstellung besser geheim halten zu können, wurde 1295 alle Glasherstellung aus Venedig nach Murano verlegt. Immer noch wird dort Glas von Hand gefertigt. Wir fahren über Fundamente Nuove nach Murano und die Boote sind seehr voll. Auf dem ersten Abschnitt können wir draußen fahren und sehen Arsenale sehr schön und fahren an zwei Segelyachten vorbei, die seit gestern hier liegen: Gestern Abend gehen wir nach Hause und da ist auf einmal ein neuer Turm in der Stadt, samt rotem Leuchtpunkt auf der Spitze – aber das war gar kein Turm, sondern einer dieser Segelmasten. Scheinbar wollen nicht nur wir das schöne Wetter nutzen. Als wir ankommen, quellen noch viele Touristen mit uns auf die Insel. Auf der Hauptverkehrs-/Hauptfußgängerstraße (mit Kanal in der Mitte) reiht sich Glasgeschäft an Glasgeschäft. Alle beteuern, nur auf Murano zu fertigen, einige haben kleine Werkstätten in Shop; nur ganz wenige, aber dann eher weiter außerhalb, haben wirkliche Werkstätten, in die man rein kann. Aber so richtige Fertigung bekommt man als Tourist kaum zu sehen. Nur einmal gelingt uns ein Blick in eine professionelle Werkstatt mit vielen Glasöfen von einer Hinterstraße aus, wo gerade eine Tür offen stand. Wir klappern erstmal die Kirchen (San Pietro martire und Santa Maria e San Donato) ab. In der ersten Kirche hängen die schönsten Murano-Glasleuchter und auf beiden Seiten des Altars hängen gigantische Bilder von... read more

Venedig – Tag 10: Palazzi

Sonntag, 18°C zunehmend diesig Der morgen ist früh und die Kochs fast aus dem Haus. Über der Stadt liegt ein leichter Dunst. Dieser Dunst wurde über den Tag immer greifbarer, bis dann auf der Rückfahrt das Licht im Dunst eine geradezu ölige Qualität hatte. Aber von vorne. Heute Morgen Boot und dann vorbei am Marathon. Nix Spannendes zu sehen. Vielleicht das Spannendste: Über den Canal Grande wurde eine temporäre schwimmende Brücke gebaut. Während wir da langfahren, kommen aber keine Läufer… Erster Haltepuunkt ist die Ca‘ Rezzonico, ein prächtiger Palazzo. Die erste Etage sind die Repräsentationsräume – hier ist die Devise: In allen vier Ecken, den Flächen, den Rundungen und den Decken muss Kunsthandwerk drin stecken. Alles ist aufs Exquisiteste ausgestaltet. Gewaltige Murano-Glas-Leuchter baumeln von der Decke, die Armlehnen der Stühle sind geschnitzt, die Wände hängen voller Bilder, die Decken auch. Eine Reise wert! Die Etage darüber sind die Wohnräume. An den Wänden wieder Gemälde, mehr so durchschnittliche. Besonders gefällt mir ein Schlafzimmer. Bett in der Mitte, rechts ein Alkoven mit einem Aufbewahrungsschrank für die Toilettesachen, links und dahinter ein begehbarer Schrank und ein kleines Privatzimmer. Ich stelle mir vor, dass im hektischen Leben der Adeligen so ein verstecktes Zimmer eine herrliche Sache war. Die Diener- und Nutzraumetage darüber beheimatet noch mehr Gemälde – eine Sammlung venezianischer Kunst bekannter und unbekannter Künstler, die ein Restaurateur gesammelt und wiederhergestellt hat, als die Kunst des 17. und 18. Jdh. nicht hoch im Kurs standen und jetzt einen interessanten Einblick in diese Epochen gibt. Einmal durch und dann nochmal die erste Etage angucken. Hier oben ist an jedem Fenster eine breite Treppe mit... read more

Venedig – Tag 9: San Marco und Strand

Samstag, ca. 19°C und sonnig Heute Morgen wollten wir ausschlafen, aber waren, da wir früh im Bett waren, in Teilen doch früh wach. Die Schwestern haben noch geschlafen und wir andern haben uns aus dem Haus geschlichen. Ziel San Marco – wir haben es also doch vor dem letzten Tag geschafft. Die Überfahrt war wieder schön sonnig und dann durften wir auf dem Markusplatz Aqua Alto erleben – Hochwasser. In der Stadt stehen auf den wichtigen Routen erhöhte Gehsteige bereit – Metallbeine und Holzplatten. Auf diesen drängten sich heute Menschenmassen. Das Hochwasser waren allerdings nur noch ein paar sehr große Pfützen, als wir kamen. Wir haben ja wasserdichte Schuhe, also sind wir schneller an den Pfützenrändern weitergekommen, als über die vollen Gehstege. Eine kurze Schlange vor der Kirche San Marco: ein wenig auf dem Hochwassersteg vorrücken und rein in das Bauwerk. Ich wusste nicht, was mich erwartet, dachte, es ist einfach nur eine weitere Kirche – aber sie ist durchaus eine Reise wert. Der Raum öffnet sich vor einem und die gesamte Decke ist golden. Von vorne bis hinten sind die Decke und alle Unterzüge mit Goldmosaiken ausgeschmückt. Einfach nur herrlich. Viel langsamer als der Rest der Touristen sind wir vorgedrungen, haben von hier geguckt und von da und nochmal nach dort. Dann haben wir die Schatzkammer besucht. Dort sind sehr besondere Kunstgegenstände zu sehen, da viele Stücke ihre Ursprünge in Konstantinopel haben – eher fremd wirken die Ausdrucksformen. Die Gegenstände sind aber super schön. Dann noch an der Altarrückseite entlang – wie für den Schatz muss man auch hier einzeln Eintritt bezahlen – die Altarrückseite ist um Welten... read more

Venedig – Tag 8: Ab vom Schuss

Freitag, 20°C und sonnig Heute sind wir sehr früh aufgestanden und dann ist irgendwie Zeit verdunstet. Traurig war, dass wir Sarah zurücklassen mussten, da ihr zu übel war. Noooo, ohne Sarah ist alles blöd. Sarah hat noch lange geschlafen und dann den Tag am Strand verbracht. Fotos davon werde ich auch hochladen. Der Rest der Gang ist mit der Linie 1 den ganzen Canal Grande zum Bahnhof gefahren. Dit dauert, aber ist echt schön! Von der Einmündung des Canal Grande aus sieht man die 97m lange Privat-Yacht Carinthia VII auf die Stadt zufahren, neben ihr das Kriegsschiff und das große Segelschiff. Was für ein Boot – ich würde gerne mal an Bord… Am Bahnhof war dann glatt schon wieder Picknickzeit und wir haben am Canal gesessen. Von dort aus sind wir dann in zwei Gruppen los, Mama und Papa mit dem Boot und Esther und ich zu Fuß. Ziel: di Chiesa di San Giobbe. Esther und ich sind auf dem Weg noch in die Chiesa di San Geremia – eine Kirche mit griechischem Grundriss. Am Ziel angekommen, warten Mama und Papa schon auf uns, die Kirche ist heute zu. Also wieder rauf aufs Boot, einen süßen Kanal entlang, dann auf der anderen Seite aus Venedig raus. Etwas an der Stadt entlang und wir steigen in San Alvise aus. Hier ist man so richtig ab vom Schuss. An der Haltestelle sitzt ein alter Mann auf einer Bank und blickt müde rüber nach San Michelle (der Friedhofsinsel) und sonst sieht man die nächsten paar Gassen niemanden. Die Häuser sind grau, der Boden ist grau, es weht Wäsche auf Leinen. Dann ein... read more

Venedig – Tag 7: Über sieben Brücken gehen wir

Donnerstag – 19 °C und sonnig Das Wetter ist wieder lieb zu uns und die Sonne lächelt auf uns nieder. Hier erstmal das Hyperlaps-Video, damit ihr euch vorstellen könnt, wie wir jeden Tag nach Venedig übersetzen: So auch heute, nur sind wir erst an der Rialto-Brücke ausgestiegen. Dort ist der Markt unser Ziel, aber wir gehen erst noch kurz in Coin… Auf dem Markt werden jeden Morgen von 6 bis 12 frische Waren verkauft. Obst, Gemüse und alles was man so aus dem Wasser ziehen kann. Große Fische, kleine Fische, Fischfilets, Krabben, Schrimps, Scampi, Tintenfische (das Eis darunter ist schwarz), Krabben groß und klein, Muscheln aller Art und Oktopusse (Ja, das ist der korrekte Plural, da das Wort griechischen Ursprungs ist… unnützes Wissen, das hängen bleibt…). Diese Artenvielfalt hab ich versucht mit schönen Bildern festzuhalten – die Verkäufer denken bestimmt: „Auusländer kommen immer, aber kaufen nix!“ (Watto – Star Wars Pod Racer) Direkt dort am Markt haben wir dann auf einem Anleger in der Sonne gesessen und ganz gemütlich gepicknickt und dabei das rege Treiben auf dem Canal Grande beobachtet. Alles Erdenkliche wird umhergeschippert. Irgendwie besonders spannend finde ich die ganzen Paketdienstleister… DHL, UPS, TNT, alle haben sie Boote. Von unserem Mittagsplatz aus ging es dann wieder ins Getümmel, die kleinen Gassen, die buckligen Brücken. Es ist geradezu verrückt, wie langsam man in Venedig vorwärts kommt. Auf der Karte sieht das immer wie ein Katzensprung aus, aber es dauert immer Ewigkeiten. Hier ein Shop, da eine Vista, dort eine Kirche, in die man rein kann. Als erstes ging es dann am Fuß der Rialto-Brücke in die Chiesa di San... read more

Venedig – Tag 6: Um viele Ecken gehen wir…

Mittwoch, 19° und sonnig Diese Reise scheint es so zu sein, wie auf einer unsere Romreisen – wir kommen und kommen nicht in die Kirche San Marco hinein, weil es draußen so schön ist… Heute sind wir mittelfrüh aufgebrochen. Über dem Wasser waren wieder die Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln zu sehen. Wieder rauf aufs Boot und diesmal die ganze Bootsfahrt filmen… Mal sehen, ob das ein schönes Hyperlaps-Video wird. Bei San Marco angekommen, wollen wir eigentlich in den Dom reingehen, aber die Schlange davor ist ewig! Am Morgen war ein Kreuzfahrtschiff angelandet, es bleibt nur einen Tag, die Stadt ist direkt etwas voller. Ich lasse schnell ein „Marty McFly“-Bild von mir machen – heute ist der Tag UND das Jahr, in dem der Protagonist des Filmes „Zurück in die Zukunft“ ankommt. Neuer Plan: auf neuen Wegen zur Rialto-Brücke gehen. Dieser Plan klappt auch und dauert den ganzen Tag. Von San Marco gehen wir erst einmal über den Vorplatz und lassen ihn auf uns wirken. Dann erblicken wir eine Post und daneben einen Stand mit gut bezahlbaren Ansichtskarten. Also werden erst einmal Ansichtskarten gekauft. Dann geht es durch winklige Gassen an den ganzen Luxus-Geschäften vorbei. Hier ist es versammelt: Von 750€-Hausschuhen bis zu ausgefallenen Brillen mit verrückt geschliffenem Glas kann man hier alles kaufen. Hier und da gucken wir, drücken uns die Nasen an Schaufenstern platt; meistens ist man dankbar, dass die Kreditkarte solche Einkäufe nicht erlauben würde, das meiste ist ziemlich hässlich. Ein paar Windungen weiter gibt es viele Kunsthandwerkgeschäfte; alle beteuern, nur echtes Burano-Glas zu verkaufen. An einem Platz picknicken wir etwas und gehen in die Kirche... read more

Venedig – Tag 5: Burano und Torchello mit viel Sonne

Dienstag, 20 °C strahlender Sonnenschein Heute war ein epischer Tag! Früh sind wir aus dem Haus gestürzt und direkt auf ein Boot. Es soll nach Burano gehen. Eine Insel in der Nähe, wo über viele Jahrhunderte lang die beste Spitze her kam. Die Bootsfahrt war schon ein Erlebnis für sich. Die Sicht ziemlich klar, konnte man sich die Alpen im Hintergrund auftürmen sehen. Und dahinter die schneebedeckten höheren Dimensionen! In meiner Vorstellung waren die niiemals so nah! Es sind nur so ca. 70 km bis zu den Alpen. Also bei Sonnenschein schippern wir mit maximal 34 km/h für gut 40 Minuten mit fantastischen Ausblicken vor uns hin, als links ein schiefer Kirchturm auftaucht, größer wird und sich dann kleine bunte Häuser zu ihm gesellen. Auf der rechten Seite des Schiffs sieht man Torcello, der Siedlungsplatz, an dem Venedig vor1400 Jahren mal angefangen hat – es sind nur noch zwei großartige Kirchen und ein paar Häuser übrig. Erste Station Burano. Es ist geradezu überwältigend, wie sauber und gepflegt die meisten Häuser sind, und dann knall-bunt mit dunkelblauem Himmel. Meine Fotos sehen so aus, als hätte ich beim Nachbearbeiten zu doll an den Reglern gespielt, aber es sah genauso aus. Es ist selten, dass man so etwas komplett Neues und Unbekanntes erlebt. Einfach nur süß, wie sich die winzigen bunten Häuser auf dieser Insel festgesetzt haben. Direkt zu Anfang gehen wir in ein tolles Geschäft, das ausschließlich die einheimische weltberühmte Burano-Spitze verkauft. Am Eingang sitzt eine sehr alte Dame und arbeitet an Spitze. Jede Person hat sich auf nur eine Knotenart spezialisiert. Das Werkstück wird dann weitergereicht und die nächste Knotenart... read more

Venedig – Tag 4: Touren in der Sonne

Montag, 19 ° sonnig nach diesigem Morgen Heute Morgen hab ich mir einen Wecker auf 8.20 Uhr gestellt. So ein Teil, was klingelt… Papa war gerade auch aufgestanden. Ilans Plan: Sport vor dem Duschen. Heutige Sportart: Joggen. Also rein in die Laufsachen, Mokka runterstürzen, ein paar Bissen vom guten Panettone und dann raus. Etwa 12° und gut diesig. Erst auf dem Kai entlang, dann in eine Kirche am kleinen Flughafen, einmal um den Flughafen und dann auf den Strand, Schuhe aus und weiterlaufen. Wie herrlich ist das?! Nach 27 Minuten bin ich wieder zu Hause und dann wird entspannt gebadet. Mit Bubbeln („Whirlpool“ nennt sich sowas hier…). Nach noch mehr Mokka haben wir gemeinsam gefrühstückt und sind dann los. Plan: Zu San Marco. Also ab aufs Schiff und los. Venedig vor uns in etwas Dunst. Auf einmal wird es wärmer und die Sonne bricht durch. Den Rest des Tages sind wir mit herrlichem Sonnenschein gesegnet. An San Marco angekommen entscheiden wir uns um, bleiben auf dem Boot und fahren weiter den Canal Grande entlang. Es ist einfach herrlich mild und sonnig. Vorbei an all den schönen Palästen tuckern wir, an jeder Station mit heulendem Motor an einen Anleger. Auf dem Canal herrscht immer reges Treiben, es fahren Wassertaxis und Wasserbusse (Vaparettos), Gondeln rudern vorbei, die Feuerwehr tuckert ihre Runde, an einem Campo hat ein Krankenschiff angelegt (am ersten Abend sind wir am Krankenhaus vorbei gekommen, dort ist ein sehr ausgeklügelter Anleger für Notfälle, direkt mit überdachtem Gang ins Krankenhaus… Leben am Wasser ist halt anders), dann schippert ein Umzugsschiff an uns vorbei (auf einer teuren Kommode sitzt einer der... read more

Venedig – Tag 3: Jede Ecke ist schön

Sonntag – 19° bewölkt, ab und an ein paar Tröpfchen Regen Auch zweite Urlaubstage müssen schön gemütlich angegangen werden. Und dann ging es leider Sarah sehr schlecht, also haben wir das Beste draus gemacht, Mama hat aus dem Reiseführer vorgelesen und ich habe Sarah massiert. Dann konnten wir los. Die Lagune war heute voller Segelboote. Im erstbesten Wasserbus stand eine Frau, die mit ihren Töchtern nach dem Boot ihres Mannes Ausschau hielt. Also hab ich sie gefragt, was denn da los ist. Heute war Segelregatta. Ohne Wind. Weniger ein Rennen als ein Intensiv-auf-dem-Wasser-Stehen *hier dramatische Musik einspielen*… Einige Segelboote scheinen kein Bock mehr gehabt zu haben und sind mit dem Außenbordmotor davon gedüst. Anders als wir gedacht haben, sind wir nicht am Dogenpalast angekommen, sondern an Spirito Santo. Wenn man schon mal da ist, kann man also direkt mal in die Kirche Santa Maria della Salute gehen. Der Weg dorthin führt an einem total malerischen Canal entlang, über einen schmalen Platz mit einer Reihe hellgrüner Bäume und dann noch über eine kleine Brücke an einem super hübschen kleinen Hotel vorbei. Die Kirche selbst ist eine Votiv-Kirche, die gebaut wurde, um dafür zu danken, dass die Pest aufgehört hatte (1631). Von innen wirkt sie, als sei sie rund, mit einem sehr kostbaren Cosmatenboden (Steinmosaik). Mama ist noch in die Sakristei gegangen, um sich Bilder von Tizian anzugucken, während der Rest der Kultur-Banausen vor der Kirche gesessen hat, Menschen geguckt und gepicknickt. Herrlicher Blick auf den Canal Grande. Es kam auch ein Paar an uns vorbei, er und sie fast gleich groß, sie in Leggins, er in Snap-Jeans und Bootsschuhe ohne... read more

Venedig – Tag 2: Mal an den Strand

Samstag – ca. 17° sonnig, ein paar Wolken Erste Ferientage sind wohl prädestiniert dafür, dass man ausschläft. Genau so haben wir das auch heute gemacht und haben den Anfang des Urlaubes mit aller gebotenen Ruhe zelebriert. Nachdem ich mich aus dem Bett geräkelt hab, war erstmal Morgensport dran. Die Tage vor der Reise bin ich nicht zum Sportmachen gekommen und mein Genick und Kopf nehmen mir das schnell übel. Angefangen wird mit Liegestützen, dann Bauch, und Mama hat ein Teraband mitgenommen, also auch Schulter-Nacken… sehr gut! Währenddessen köchelte mein Mokka fertig und wurde kalt – unser Vermieter hat sogar ein Päckchen Espresso für den Mokkakocher in den Schrank getan, so kommt man direkt am ersten Morgen richtig in Italien an. Frisch geduscht haben wir, dann draußen gefrühstückt. Hier ist alles so schön und ruhig! (Auf kleinen Inseln Urlaub machen, hat wohl den riesigen Vorteil, dass kaum Verkehr ist.) Dann wollten wir eigentlich nur einmal kurz am Ufer entlang und zum Strand – unsere nächste Umgebung erkunden. Also alles in der Wohnung gelassen, raus ans Ufer zur Stadt hin und dann einen kleinen Kanal entlang. Nicht wirklich weit gekommen, mussten wir wieder aufs Klo – also ab in die Wohnung. Dann Planänderung, was ist wenn das Ticket-Office am Samstag schon früh zu macht?! Also Rucksack mitgenommen und zum Venezia-Unica-Ticketoffice (übrigens: Fürs Bootfahren kostet ein Fünfjahres-Ausweis plus aufgebuchter Monatskarte nur einen kleinen Bruchteil von einer Touristenkarte für zwei Wochen). Dort hat es eine oder vielleicht auch zwei südländische Ewigkeiten gedauert, bis wir unsere Tickets hatten. Ich will im GPS-Track nicht nachgucken, wie lange genau – es ist wahrscheinlich schlimmer als erwartet,... read more

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