Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Eigentlich wollten wir heute den Tag im Louvre verbringen, dann hat aber die Sonne so schön geschienen und wir haben einen einstimmigen Zufallsentscheid gemacht: Planänderung, ab nach Versailles. Aber abends zum Schluss trotzdem noch ins Louvre.

Nach Versailles kommt man mit einem Zug, der erst unterirdisch fährt und dann mit schickem Blick auf die Stadt. In Bahnhof angekommen, muss man nur wie ein Herdentier dem Strom von Menschen hinterherlaufen; falls der Strom an Menschen mal abbricht, stehen Helfer bereit, die mit ausladenden, winkenden Bewegungen den Fluss der ratlosen Touristen wieder in Gang bringen.

Nach der kurzen Pilgerreise zum ersten Anblick des Schlosses beginnt der Aufstieg zu den goldenen Toren.

Heute war zum Glück kaum etwas los und wir mussten nirgendwo warten; auch war es nirgendwo so überfüllt, dass man gestört gewesen wäre.

Also Audioguide her und los durch die wunderbaren Räume. Gold überall; und an den Wänden nicht wie sonst oft in Schlössern Marmor-Imitat, sondern echter Marmor in den verschiedensten Farben; selbst die weißen Flächen sind echter Marmor.

Immer wieder erheischt man durch die Fenster einen Blick auf die wunderschönen formalen Gärten.

Eine wahre Kuriosität sind die hübschen Ladies aus allen nur erdenklichen Ländern, die ausgedehnte Selfie-Sessions machen.

Es gab auch eine Sonderausstellung über kostbare alte Möbel. Sehr, sehr interessant – richtig spannend waren verschiedene Sekretäre, die mit raffiniertesten Geheimfächern ausgestattet waren oder in mehreren Schritten ausgefaltet werden konnten. Auch dort gezeigt wurde der erste Tisch, der sich mit einer „Jalousie“ verschließen lässt.

Nach den Innereien des Schlosses ging es dann in den wunderbaren Park. Erst war alles in wunderbaren goldenen Sonnenschein gehüllt, dann hat es kurz etwas geregnet, dann ging die Sonne in aller Farbenpracht langsam unter. Über dem Schloss erst einer und dann zwei breite Regenbögen. Immer mehr Farbe am Himmel.

Beim röter Werden des Himmels sind wir in Richtung Ausgang getigert, um dann von der obersten Stufe einen überirdischen Blick auf blutroten Himmel und dunkle Regenschwaden über dem riesigen Park zu genießen. Selbst der Vollmond hat uns mit seiner Anwesenheit über dem Schloss geehrt. Besser hätte man es nicht planen können!

Nach einer ganzen Weile entzückten Staunens kamen die schwarzen Wolken immer näher und wir haben uns Fotos machend zum Bahnhof zurückgezogen. Kaum im Zug, regnete es auch schon in Strömen!

Wieder nach Paris.

Dort ist Sarah nach Hause und der Rest in den Louvre, der heute lange offen hatte.

Esther und ich haben uns mittelalterliche Kunstobjekte angeschaut. Es ist so erstaunlich, wie manche Gegenstände von überragender Qualität sind, während andere eher an Bretzel-Männchen erinnern.

Wieder an der frischen Luft, musste der Mond über der Glaspyramide fotografiert werden, und dann ab ins Heim um festzustellen, dass die lieben deutschen Lokführer streiken… Also rollt die Karten aus, die Heimreise der Kochs muss geplant werden!

Zwischenstand: Die Hamburger S-Bahn und der Metronom streiken nicht – aber von Hannover nach Goslar zu kommen, ist ein Problem. Besonders für 5 Kochs mit 5 Koffern und 5 Handgepäck und noch ein paar Hand- und Kamerataschen – unser Aufgebot ist der alten reisenden Kaiser würdig. Hoffentlich klappt es über Braunschweig.

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