Paris – Tag 16: Einmal alles bitte

Paris – Tag 16: Einmal alles bitte

Der letzte Tag in Paris. Also mussten wir nochmal aaaaalles angucken. Begonnen haben wir das allumfassende Programm anders als sonst, und zwar nicht mit der U-Bahn, sondern mit dem Bus… Also hoch zu Bus nach Bastille geritten, ein wenig hin- und hergelaufen und dann in einem weiteren Bus nach Quartier Latin, in das Musée Cluny (der Museumspass erlaubte uns einen 10-Minuten-Wiederholungssprint durch die interessantesten Teile und vor allem einen Toilettenbesuch) und dann in dem schönen mittelalterlichen Innenhof unser Mittags-Picknick. Von dort in die Fressmeile und durch die Touristenfallen – ein paar Andenken, drei Crêpes und ein Riesen-Meringue kaufen und den Flair genießen. Dann wieder in einen Bus und zum Invaliden-Dom,  der monumentalen Grablege Napoleons in seinem kaiserlichen Porphyr-Sarkophag und einem Marmor-Wandfries, der seine großartigen „humanitären“ Taten belobhudelt, also 3,5 Millionen Soldaten tot plus eine nicht bekannte Zahl von Zivilisten, ganz  Europa und Russland im Kriegschaos – man fragt sich mit einem halben Gedanken, wie die Welt das finden würde, wenn es für Hitler ein ähnlich pompöses Grab in Berlin gäbe… alles ziemlich absurd.

Nach diesen Gedanken, vorbei an ewigen Reihen von Kanonen des weltgrößten Militärmuseums, zum wieder nächsten Bus, der uns zum Louvre fuhr. Dort wollten wir einen Teil, der einen eigenen Eingang hat, noch angucken. Gezeigt werden dekorative Alltagsgegenstände von der Renaissance bis heute. Nach der Abfolge der Geschichte geordnet sind viele Räume mit Gegenständen aus der betreffenden Zeit eingerichtet bzw. angefüllt, so dass man durch die Zusammenstellung und die gemeinsame Wirkung der Objekte einen guten Eindruck von der jeweiligen Zeit gewinnt.

Besonders interessant war das beim Jugendstil. Renaissance, Barock usw. kannten wir als Ensemble durch den Besuch von Schlössern usw. Aber vollständig im Jugendstil eingerichtete Räume entfalten noch eine ganz andere – eigenartige – Atmosphäre, als die einzelnen Jugendstil-Gegenstände, die wir bislang gesehen hatten.  In vier kleinen oberen Etagen werden Einrichtungsgegenstände aus den 40igern des letzten Jahrhunderts bis heute gezeigt… Es wird immer abstruser.

Von dort aus sind wir dann um 18 Uhr zu den Champs-Elysees gefahren – naja sind bis zum Place de la Concorde gekommen, haben grade so den Bus verpasst, der nur alle 25 Minuten fährt. Papa und ich sind dann zu Fuß gegangen und haben die Flagstores von Citroen und Peugeot angeguckt – man, bei unserer Größe fühlen sich  diese Benzinspar- oder Elektroschleudern so super winzig an! Teilweise kann selbst ich nur so grade die Tür zukriegen und dann ist das Auto so schmal und niedrig, dass die Sicht nach vorne sehr stark eingeschränkt ist. Die Knie neben dem Lenkrad, das Gaspedal nur per Kurve im Bein schlecht zu erreichen, beim Bremsen mit dem Schuh am Pedal hängenbleiben… Ach, die alten Volvos sind doch seeehr gemütlich.

Irgendwann sind die anderen dann mit dem Bus nachgekommen und in ihren Shops gewesen.

Gemeinsam waren wir noch im Mercedes Store – aber auch diese Autos sehen heutzutage gefühlt kleiner aus als sie früher waren…

Ein letzter Blick auf den Arc de Triomphe und ab in den Untergrund. Zu Hause essen und jetzt packen, was das Zeug hält. Morgen um 5.55 Uhr sollten wir das Haus verlassen und uns auf den Weg ins gute, organisierte, kalte Deutschland machen – Alltag und Sport, wir kommen!

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