Paris – Tag 7: Kirchen, Boutiquen und ein Palais

Paris – Tag 7: Kirchen, Boutiquen und ein Palais

Fünf Leute aus einer Wohnung zu bekommen, ist immer eine Meisterleistung, die wir heute sehr früh hinbekommen haben.

Station eins: Die Kirche Madeleine – mit dem Aussehen eines griechischen Tempels ragt sie rechteckig in die Höhe. Auch das Innere ist ein massiver rechteckiger Raum. Eine bombastische Kirche.

Direkt danach in die nächste Kirche – Notre-Dame-de-l’Assomption – die Kirche der polnisch Sprechenden in Paris. Hier wurde von den Nonnen grade alles geputzt und Blumen aufgestellt; noch nie hab ich eine Kirche so blitzeblank gesehen.

Von dort sind wie dann die Rue Saint Honoré entlang gegangen, vorbei an den ganzen teuren Boutiquen und Chauffeurs in großen Mercedes, auf den Place Vondome, auf dem grade die große Säule eingepackt ist und renoviert wird. Weiter auf der Rue Saint Honoré, wo uns der erste BMW i8, den ich je gesehen hab, überholt hat. In einem kleinen Markt haben wir dann Viktualien gekauft und sind über einen Abstecher in die Kirche Saint Roch gegangen – ganz einzigartig ist hier: Hinter dem Altar (mit einer halbhohen Plastik mit Maria, Joseph und zwischen ihnen das Jesus Kind) noch ein zweigeteilter Altarraummit einer Bundeslade im vorderen Teil und auf der Ebene dahinter und darüber sieht man Jesus am Kreuz – eine mächtige Zusammenstellung. Dann in den Park Jardin des Tuileries; dort haben wir ganz genüsslich bei bestem Sonnenschein unser Picknick gegessen, Menschen beobachtet und dann einen schönen Mittagschlaf gehalten.
An dem Springbrunnen, an dem wir verweilt haben, hat ein sehr schick aussehender Pariser kleine Segelbötchen und Stöcker verliehen. Mit großer Freude und Ausdauer haben Kinder diese dann über den Teich kreuzen lassen.

Völlig erholt ging es weiter durch den Park auf die Hauptachse. Man kann vom Louvre einen großen zentralen Springbrunnen, den Obelisken auf dem Place de la Concorde, den Arc de Triomphe und noch dahinter das Büroviertel sehen, zur Seite sieht man auch den Eifelturm. Ein magischer Querschnitt durch die Stadt.

Im Fluss der Massen haben wir uns dann zum Louvre treiben lassen und sind am Ufer der Seine wieder zurück in den Park gegangen, wo mittlerweile die Boule-Spieler angekommen waren. Eine reine Männerveranstaltung, jeder mit einem Tuch und einer Schnur mit Magneten dran bewaffnet, werfen sie gekonnt ihre Metallkugeln. Einige spielen gegeneinander, andere üben ihren Wurf, etwas ab vom Getümmel sitzt ein Golden Retriever Welpe und spielt mit ein paar Ersatzkugeln… immer wieder kommt einer der Männer vorbei und spielt ein bisschen mit dem Hund, bevor er in der Hecke verschwindet, um etwas zur Bewässerung beizutragen.

Dieses Treiben ließen wir zurück und haben das zweite Mal den Bus genutzt, diesmal um zum Petit Palais zu kommen, es mag zwar petit (klein) im Namen haben, aber es ist nix Kleines an dieser Ausstellungshalle. Herrlich durchleuchtet von großen Fenstern kann man hier kostenlos eine Dauerausstellung sehen – zumeist Kunst aus dem 19. Jhd. Und wenn man einen Moment Ruhe braucht, kann man im Innenhofpark eine Pause einlegen.

Als letzte Station an diesem Tag haben wir noch das Kaufhaus Printemps angesteuert. Dieses sieht von außen echt schön aus, von innen sind Teile total schick, während andere wie ein unrenoviertes Karstadt aus den Sechzigern aussieht. Eine Verkäuferin konnte Deutsch, die Preise waren besonders und die Weihnachtsdeko im Aufbau begriffen.

Zurück in die heute total volle Metro und  dann Entspannung zu Hause.

Paris - Tag 6: Essenskultur und Kulturgebäude
Paris - Tag 8: Menschen gucken am Eiffelturm und im Park

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