USA17 – Tag 1: „Berlin! Berlin!“

USA17 – Tag 1: „Berlin! Berlin!“

07.04.2017, Samstag Vienenburg – Berlin ca. 15 °C, bedeckt Solange der Weg das Ziel ist, kann man ja auch erstmal wo anders hingehen und kommt trotzdem an. Ganz in diesem Sinne sind wir am Samstag erstmal nach Berlin gefahren – es gibt freitagnachmittags einen HEX (Harz-Berlin-„Express“), der von Goslar nach Berlin ohne Umsteigen fährt, sehr angenehm. Wir hatten noch eine Reihe kleiner Dinge zu erledigen, also sind wir erst um 17 Uhr aufgebrochen. Wenn man zu fünft reist und dazu noch länger unterwegs sein wird und das auch noch in verschiedenen Klimazonen, dann ergibt das „Travel light“. Also fünf 23kg-Koffer und fünf 8kg-Handgepäcke und noch ein paar Handtaschen. Diese Anzahl Gepäckstücke in einen Zug zu bekommen, ist immer ein kleines logistisches Wunder. Aber zuerst sei noch erwähnt, dass in Vienenburg mal wieder nur die Hälfte der Aufzüge funktioniert hat – zum Glück aber der, der einem – bzw. mir – erspart hat, alle Koffer eine lange Treppe hinunterzutragen (die Rampe rauf kann man die Koffer noch relativ leicht rollern). Nachdem alles sicher verstaut war, ging die Reise dann zuckel-zuckel durch die deutschen Lande. Hier ein Vista auf den Harz, da eine Milchkuh, dort ein paar Schäfchen, hier ein kleines Städtchen, da ein größeres Städtchen, dann wieder Felder. Zwischendrin tiefer Schlaf. Und halbwegs schwups stehen wir, aus dem Zug gequollen, auf dem Bahnsteig Berlin-Zoo. Papa schlägt vor, dass er auf die Koffer aufpasst und wir einmal über den Ku-Damm wandeln. Gesagt, getan. Die Luft ist lau, die Stadt erstaunlich leer. Einmal zum KaDeWe und zurück. Papa mit dem Gepäck wiedergefunden, geht es zu einem Bus der uns fast vor unser...
Berlin 2015 – Tag 3: Der Hauptmann von Köpenick und ein schöner Abend

Berlin 2015 – Tag 3: Der Hauptmann von Köpenick und ein schöner Abend

Der letzte Tag des Kurzurlaubs in Berlin. Da wir später noch Leute etwas außerhalb von Berlin besuchen, haben wir uns entschlossen, auf dem Weg Köpenick einmal anzuschauen. Also wild kreuz und quer durch Berlin gefahren und dann in Köpenick angekommen. Das rote Backstein-Rathaus ist so schön wie eh und je, dies ist bestimmt auch der Grund, warum ein Brautpaar nach dem anderen, nach überstandener Vermählung, andächtig auf der Treppe des Rathauses dem Gedudel des hauseigenen Straßenorgel-Spielers lauscht. Danach bricht das Chaos der Gruppenfotos aus und dann schnell in die Autos und weg… Kurz danach spielt sich die gleiche Szene mit anderen Leuten von vorne ab. Auch das Innere des Rathauses hat seinen Charme. Also besonders das Treppenhaus – kunstvolle Steinmetzarbeiten, schmiedeeiserne Gitter, bunte Gläser, eine warme Atmosphäre. Wenn man allerdings in die Gänge zu den Seiten geht, hat der Flair eher etwas von einem 19.Jhd.-Gefängnis – weiße Wände mit einem grünlichen Hauch, grüne Holztüren aus aneinander genagelten Brettern, oben an jeder Tür die Zimmernummer in weißer Farbe und mit militärischer Font-Schablone angepinselt, alter Linoleum-Boden. Danach sind wir langsam an der Müggelspree entlang und über den Marktplatz. Dort hat Mama ein Stoffgeschäft entdeckt und ich einen ansehnlichen Kletterspielplatz. Also Mama zum Stoff und Ilan zum Piepatz – wie in alten Zeiten. Das Teil hat echt Spaß gemacht und konnte gut für eine kleine Runde Fitness missbraucht werden. Meine Sportgelüste auslebend wurde ich von Gästen eines Straßencafes beobachetet, mit Gesichtsausdrücken, die von Belustigung bis Respekt reichten. Dann noch zum Schloss Köpenick, einmal kurz in das Museum geguckt – eine schöne Eingangshalle – und dann durch den Park stolziert. Dort durften wir...