Venedig 16 – Tag 5: Reif für eine andere Insel

Venedig 16 – Tag 5: Reif für eine andere Insel

Dienstag, 04.10.2016 Wetter: sonnig, ca. 23 °C Wassertemperatur 22 °C Bestimmt hat heute Nacht der Mond komische Wellen ausgesendet, denn wir alle haben sehr komisch geträumt… Oder wir könnten eine Verschwörungstheorie beginnen über CIA-Experimente, die den Schlaf von nichtsahnenden Touristen beeinflussen. Also etwas groggy haben wir uns so nach und nach in Richtung Murano aufgemacht. Dafür setzt man erst über nach Fondamente Nuove und dann einmal Umsteigen in das Boot nach Murano. Die Sonne scheint wieder aus allen Löchern –  einfach schön! Wir kommen auch an ein paar Yachten vorbei, eine davon die Bert, ein Boat & Breakfast mit 5 Zimmern – eine kurze Recherche zeigt, dass die Zimmer wahrscheinlich gar nicht außergewöhnlich teuer sind, auch wenn ein Gast die gute Erreichbarkeit des Heliports lobt. In Murano dreht sich alles um Glas – es ist ja immerhin einer der ältesten Herstellungsorte in Europa. Über Jahrhunderte wurden hier Techniken praktiziert, die nirgendwo sonst bekannt waren. Also in Murano gibt es gefühlt nur Glasgeschäfte – alle verkaufen natürlich ausschließlich 100 % absolut originales Murano-Glas, einiges davon sogar nachweislich direkt in der Werkstatt neben dem Shop hergestellt. Auch ganz wichtig zu wissen ist, dass der Eintritt zu so einer Glasbläser-Werkstatt frei ist, aber wenn man dann den Meistern bei der Arbeit zugucken will, muss man doch was bezahlen. Das ist ja auch nur rechtens so – sonst würde man unhöflich Leute bei der Arbeit begaffen. Da man aber dafür bezahlt hat, kann das Knigge-konforme Gewissen beruhigt sein – jetzt ist man geradezu aktiver Mitgestalter des Gesamtkunstwerks „Show-Glasherstellung“. Wir wandern auf noch ungekannten Wegen durch ein Wohnviertel, sehen eine interessante Galerie von dem...
Venedig – Tag 11: Murano, die Glasinsel

Venedig – Tag 11: Murano, die Glasinsel

Montag, ca. 20°C und sonnig Vom gestrigen Dunst war heute nichts mehr zu sehen. Schon gestern hatten wir uns entschieden, heute nach Murano zu fahren. Das ist eine Insel, einen Katzensprung nord-östlich von Venedig. Als Maßnahme, die Stadt vor Feuer zu schützen und um die Glasherstellung besser geheim halten zu können, wurde 1295 alle Glasherstellung aus Venedig nach Murano verlegt. Immer noch wird dort Glas von Hand gefertigt. Wir fahren über Fundamente Nuove nach Murano und die Boote sind seehr voll. Auf dem ersten Abschnitt können wir draußen fahren und sehen Arsenale sehr schön und fahren an zwei Segelyachten vorbei, die seit gestern hier liegen: Gestern Abend gehen wir nach Hause und da ist auf einmal ein neuer Turm in der Stadt, samt rotem Leuchtpunkt auf der Spitze – aber das war gar kein Turm, sondern einer dieser Segelmasten. Scheinbar wollen nicht nur wir das schöne Wetter nutzen. Als wir ankommen, quellen noch viele Touristen mit uns auf die Insel. Auf der Hauptverkehrs-/Hauptfußgängerstraße (mit Kanal in der Mitte) reiht sich Glasgeschäft an Glasgeschäft. Alle beteuern, nur auf Murano zu fertigen, einige haben kleine Werkstätten in Shop; nur ganz wenige, aber dann eher weiter außerhalb, haben wirkliche Werkstätten, in die man rein kann. Aber so richtige Fertigung bekommt man als Tourist kaum zu sehen. Nur einmal gelingt uns ein Blick in eine professionelle Werkstatt mit vielen Glasöfen von einer Hinterstraße aus, wo gerade eine Tür offen stand. Wir klappern erstmal die Kirchen (San Pietro martire und Santa Maria e San Donato) ab. In der ersten Kirche hängen die schönsten Murano-Glasleuchter und auf beiden Seiten des Altars hängen gigantische Bilder von...