Venedig 16 – Tag 15: Wenn es regnet, geht man ins Museum

Venedig 16 – Tag 15: Wenn es regnet, geht man ins Museum

Freitag, 14.10.2016 Wetter: Regen unterschiedlich stark, ca. 16 °C Der Herbst hat Einzug gehalten in Venedig. Die ganze Nacht hat es schon in unterschiedlicher Intensität geregnet und heute Morgen sah es nicht so aus, als würde es je wieder aufhören. Mama und Papa sind trotzdem aufgebrochen, ich habe erst einmal ausführlich geduscht, dann versucht Esther zu wecken, dann gefrühstückt und dann nochmal versucht, Esther zu wecken, diesmal mit Erfolg. Esther hat uns Pfannekuchen gemacht und dann haben wir diese bei einer Folge Brooklyn Nine-Nine verspiesen – die Serie ist echt so lustig! Danach haben wir noch ein paar lustige Videos von Kevin Hart und The Rock geguckt – die beiden zusammen! Lustig! Mit Essen und guter Laune betankt haben wir uns dann mutig in den Regen aufgemacht, den Bus zum Bootsanleger genommen und dann rüber über die Lagune. Das Boot schaukelt etwas – ich frage mich, wie das hier wohl erst bei rauem Wetter ist?! Venedig ist eine Frühherbst-Stadt, im Sommer ist es völlig überlaufen und eher stickig, im richtigen Herbst-Herbst kommt Regen und Nebel… Ich muss mal in Erfahrung bringen, wie es hier im Frühling ist. Wir sind mit der 5.2 gefahren und wer ein längeres Gedächtnis hat als wir, wird sich dran erinnern, dass die 5.2 nur bei San Zaccaria hält und ab da in „den anderen Kanal“ fährt. (Ich hatte mit meiner Prognose unrecht – ich erinnere mich jetzt doch noch, dass der Kanal genau wie die Insel Giudecca heißt…) Wieder so erstaunt wie letztes Mal steigen wir also bei Santo Spirito aus, wappnen uns für den Regen und huschen über die Insel zu Salute. Von...
Paris – Tag 15: Ein Tag im Louvre

Paris – Tag 15: Ein Tag im Louvre

Der Tag gestern war so lang, dass drei von uns bis kurz vor 11 ausgeschlafen haben. Die Eltern sind um die Zeit schon zum Louvre aufgebrochen… Die sind einfach so hardcore. Wir schwächeren Jüngeren haben gemütlich gefrühstückt und ein paar Filmtrailer geguckt. Dann sind auch wir zum Louvre gefahren und haben unsere Entdeckungsreise fortgesetzt. Ei, ist der Louvre riesig! Sarah und ich haben den Plan gefasst, alles einmal angucken zu wollen, und haben es fast geschafft. In jedem Raum haben wir eins, zwei Ausstellungsobjekte genauer angeguckt und sonst so alles mit unseren Augen berührt. Um 17 Uhr haben wir uns zu einer Pause getroffen. Wir Drei waren vorher zu einem Supermarkt gegangen und hatten Essen gekauft, das wir im sich intensivierenden Dunkel des Abends mit Blick auf den Eifelturm im Park aufgegessen haben. Eine besondere Stimmung. Wieder gestärkt und etwas durchgefroren, ging es zurück in das riesige Museum. Laufen, laufen, laufen, lesen, gucken, laufen… Am Ende konnten wir uns kaum noch vorwärtsbewegen… sind wohl so ca. 20 km, wenn man alles einmal abschreitet, und wir waren sooo close… Es ist wirklich ein tolles Erlebnis! Von allen Richtungen ist so viel da, dass man es studieren könnte. Wirklich begeistert haben mich die Räume über den persischen Palast von Darius und Xerxes, wo also auch Königin Esther aus der Bibel drin war. Große Teile von Wänden des Thronsaals sind ausgestellt, die mit Bildern geschmückt sind, und ein wuchtiges Kapitell einer der mittleren Säulen. Genau diese Teile hat Königin Esther vor tausenden von Jahren gesehen und sie sind jetzt immer noch so gut erhalten. Viele weitere Ausstellungsstücke des Museums sind wirklich exquisit....
Paris – Tag 14: Viele Museen, die B-Crew und ein toller Abend

Paris – Tag 14: Viele Museen, die B-Crew und ein toller Abend

Museumstag – ab zu Hôtel de Ville und dann in schönstem Sonnenschein auf die Ile de la Cité. Noch einen Blick vorbei an Notre Dame und dann in die Saint-Chapelle. Was für ein begeisterndes Gebäude!!! Für die Aufbewahrung der Dornenkronen-Reliquie gebaut, ist sie wie ein Schmuckkästchen. Schon die Unterkirche ist exquisit in Rot, Blau und Gold ausgemalt. Man klettert eine kleine Wendeltreppe hinauf, kommt um eine Ecke und es öffnet sich der Blick auf riesig hohe Kirchenfenster.Ab einer Höhe von ca. 4 m sind die Wände so gut wie komplett durch Fenster ersetzt. Es ist wirklich ein besonderer Anblick! Das Dach scheint auf einem Meer von 1000 bunten biblischen Geschichten zu schweben. Wir haben gut eine Stunde den Anblick genossen. Als nächsten Stopp haben wir direkt im Nachbargebäude die Conciergerie angesteuert, die europaweit größten gotischen Gewölbe des mittelalterlichen Königspalastes. Dort ist zurzeit eine Ausstellung über Ludwig den Heiligen (zu seinem 800. Geburtstag) – es werden die Gedankenwelten alter Herrscher, die sich für das Christentum entschieden haben, aufgezeigt. So konnten sie z.B. nicht gut lesen – um die biblische Bildung zu vermitteln, gab es „Comic-Bücher“: Bilder mit biblischen Geschichten und dazu ein oder zwei Sätze. Des Weiteren kann man einen Eindruck von den Tagen der Conciergerie als Gefängnis während der Revolution gewinnen, u.a. die Zelle Marie Antoinettes und die verschiedenen anderen Zellentypen nachgebildet und ein Raum mit den Namen der 2780 Hingerichteten während der 3 Jahre Revolution – im Schnitt zweieinhalb Hinrichtungen am Tag… Oh die großartige Revolution! Von dort aus bin ich, während die anderen noch geguckt haben, ein wenig draußen rumgelaufen und hab die Pont Noef gesehen. Zurück...
Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Eigentlich wollten wir heute den Tag im Louvre verbringen, dann hat aber die Sonne so schön geschienen und wir haben einen einstimmigen Zufallsentscheid gemacht: Planänderung, ab nach Versailles. Aber abends zum Schluss trotzdem noch ins Louvre. Nach Versailles kommt man mit einem Zug, der erst unterirdisch fährt und dann mit schickem Blick auf die Stadt. In Bahnhof angekommen, muss man nur wie ein Herdentier dem Strom von Menschen hinterherlaufen; falls der Strom an Menschen mal abbricht, stehen Helfer bereit, die mit ausladenden, winkenden Bewegungen den Fluss der ratlosen Touristen wieder in Gang bringen. Nach der kurzen Pilgerreise zum ersten Anblick des Schlosses beginnt der Aufstieg zu den goldenen Toren. Heute war zum Glück kaum etwas los und wir mussten nirgendwo warten; auch war es nirgendwo so überfüllt, dass man gestört gewesen wäre. Also Audioguide her und los durch die wunderbaren Räume. Gold überall; und an den Wänden nicht wie sonst oft in Schlössern Marmor-Imitat, sondern echter Marmor in den verschiedensten Farben; selbst die weißen Flächen sind echter Marmor. Immer wieder erheischt man durch die Fenster einen Blick auf die wunderschönen formalen Gärten. Eine wahre Kuriosität sind die hübschen Ladies aus allen nur erdenklichen Ländern, die ausgedehnte Selfie-Sessions machen. Es gab auch eine Sonderausstellung über kostbare alte Möbel. Sehr, sehr interessant – richtig spannend waren verschiedene Sekretäre, die mit raffiniertesten Geheimfächern ausgestattet waren oder in mehreren Schritten ausgefaltet werden konnten. Auch dort gezeigt wurde der erste Tisch, der sich mit einer „Jalousie“ verschließen lässt. Nach den Innereien des Schlosses ging es dann in den wunderbaren Park. Erst war alles in wunderbaren goldenen Sonnenschein gehüllt, dann hat es kurz etwas geregnet,...
Paris – Tag 12: Kunst als sie noch von Können kam

Paris – Tag 12: Kunst als sie noch von Können kam

Heute doch nicht Versailles. Neuer Plan: die Orangerie und dann das Musée d’Orsay. Bei der Orangerie angekommen, standen wir vor verschlossenen Türen uund heute ist Ruhetag – also zum Musee d’Orsay, wo die Kunst des 19. Jahrhunderts ausgestellt ist. Viele bekannte Impressionisten sind zu sehen und Art Deco und Neo-Impressionisten und Bilder aus dem Symbolismus. Teilweise sehr nackt und sonst größtenteils sehr schön. Wir waren in dem Museum bis zur Schließung – mit der Ausnahme von Sarah und mir, die kurz raus sind, um was zu essen. Dann haben wir als Gang an der Seine gesessen und was gegessen. Danach sind wir zum Triumpfbogen in einen McDonalds, dort haben wir eine Frau getroffen, die von „Christ for the Nations“ kommt und in Paris eine Tochterbibelschule aufbauen will. Wir haben uns richtig lange ausgetauscht und hatten eine super Zeit, bis wir nun um kurz vor 12 totmüde wieder nach Hause gekommen sind. Heute kurz und schmerzlos, denn Ilan ist sehr, sehr müde… und nun schlaf geschwind wie ein Murmeltierkind – so wie es in einem meiner Lieblingskinderbücher gestanden hat....