Paris – Tag 17: Klettern und Reisen

Paris – Tag 17: Klettern und Reisen

Wieder zurück nach good old Deutschland. Aufstehen um 5, noch Schlafsachen und Kleinkram in den Koffern verstauen und wiegen. Dann um 6 aus der Wohnung, die ein Stück Heimat geworden ist. Ein letztes Mal in den Untergrund und zu Gare du Nord… Wir hatten eine Wochenkarte (so eine Plastikkarte, die man immer wieder aufladen kann) und wollten die Fahrt zum Flughafen per Bahn dazu buchen, aber keiner der Automaten wollte funktionieren. Also sind wir weiter gegangen, im Bahnhof durch die Schleusen gekommen, Papa hatte den halben Gedanken, dass der Großraum Paris für Wochenkartenbesitzer am Wochenende kostenlos ist, und ein Bahnhofsmitarbeiter meinte sich ebenfalls so zu erinnern. Also alles Zeug an Bord und looos. In Flughafen CDG angekommen, wollten uns die automatischen Tore aber nicht rauslassen. Bzzzz, rote Lampe – und nichts. Nirgendwo ein Schaffner, kein Mitarbeiter, keine Fahrkartenautomaten. Sonntag früh. Und dann könnte es sich zugetragen haben, dass die ehrwürdige Familie Koch es den Parisern nachgemacht hat. Koffer sind möglicherweise über eine Absperrung gehoben worden und dann eins, zwei, drei, vier, fünf unerkannte Personen hinterhergeklettert. Also im Flughafen angekommen, muss man erstmal einen Gepäckmarathon gehen, um zum Check-In zu kommen. Dann alle Koffer aufgegeben, aber da wir uns nicht vor Abflug online eingecheckt hatten, galten unsere Sitzplätze nur als angefragt und waren verfallen, und wir mussten recht lange auf neue Plätze warten. Wir wissen jetzt: Beim Skyteam (Air France, KLM usw.) ist ein Flug zwar gebucht, aber ein bestimmter Sitzplatz gilt nur als angefragt, bis man sich kurz vor Abflug online eincheckt und sich dann erneut darum bemüht. Bei Germanwings z.B. (wie bei unserem Hinflug) wählt man gleich bei...
Paris – Tag 16: Einmal alles bitte

Paris – Tag 16: Einmal alles bitte

Der letzte Tag in Paris. Also mussten wir nochmal aaaaalles angucken. Begonnen haben wir das allumfassende Programm anders als sonst, und zwar nicht mit der U-Bahn, sondern mit dem Bus… Also hoch zu Bus nach Bastille geritten, ein wenig hin- und hergelaufen und dann in einem weiteren Bus nach Quartier Latin, in das Musée Cluny (der Museumspass erlaubte uns einen 10-Minuten-Wiederholungssprint durch die interessantesten Teile und vor allem einen Toilettenbesuch) und dann in dem schönen mittelalterlichen Innenhof unser Mittags-Picknick. Von dort in die Fressmeile und durch die Touristenfallen – ein paar Andenken, drei Crêpes und ein Riesen-Meringue kaufen und den Flair genießen. Dann wieder in einen Bus und zum Invaliden-Dom,  der monumentalen Grablege Napoleons in seinem kaiserlichen Porphyr-Sarkophag und einem Marmor-Wandfries, der seine großartigen „humanitären“ Taten belobhudelt, also 3,5 Millionen Soldaten tot plus eine nicht bekannte Zahl von Zivilisten, ganz  Europa und Russland im Kriegschaos – man fragt sich mit einem halben Gedanken, wie die Welt das finden würde, wenn es für Hitler ein ähnlich pompöses Grab in Berlin gäbe… alles ziemlich absurd. Nach diesen Gedanken, vorbei an ewigen Reihen von Kanonen des weltgrößten Militärmuseums, zum wieder nächsten Bus, der uns zum Louvre fuhr. Dort wollten wir einen Teil, der einen eigenen Eingang hat, noch angucken. Gezeigt werden dekorative Alltagsgegenstände von der Renaissance bis heute. Nach der Abfolge der Geschichte geordnet sind viele Räume mit Gegenständen aus der betreffenden Zeit eingerichtet bzw. angefüllt, so dass man durch die Zusammenstellung und die gemeinsame Wirkung der Objekte einen guten Eindruck von der jeweiligen Zeit gewinnt. Besonders interessant war das beim Jugendstil. Renaissance, Barock usw. kannten wir als Ensemble durch den Besuch...
Paris – Tag 15: Ein Tag im Louvre

Paris – Tag 15: Ein Tag im Louvre

Der Tag gestern war so lang, dass drei von uns bis kurz vor 11 ausgeschlafen haben. Die Eltern sind um die Zeit schon zum Louvre aufgebrochen… Die sind einfach so hardcore. Wir schwächeren Jüngeren haben gemütlich gefrühstückt und ein paar Filmtrailer geguckt. Dann sind auch wir zum Louvre gefahren und haben unsere Entdeckungsreise fortgesetzt. Ei, ist der Louvre riesig! Sarah und ich haben den Plan gefasst, alles einmal angucken zu wollen, und haben es fast geschafft. In jedem Raum haben wir eins, zwei Ausstellungsobjekte genauer angeguckt und sonst so alles mit unseren Augen berührt. Um 17 Uhr haben wir uns zu einer Pause getroffen. Wir Drei waren vorher zu einem Supermarkt gegangen und hatten Essen gekauft, das wir im sich intensivierenden Dunkel des Abends mit Blick auf den Eifelturm im Park aufgegessen haben. Eine besondere Stimmung. Wieder gestärkt und etwas durchgefroren, ging es zurück in das riesige Museum. Laufen, laufen, laufen, lesen, gucken, laufen… Am Ende konnten wir uns kaum noch vorwärtsbewegen… sind wohl so ca. 20 km, wenn man alles einmal abschreitet, und wir waren sooo close… Es ist wirklich ein tolles Erlebnis! Von allen Richtungen ist so viel da, dass man es studieren könnte. Wirklich begeistert haben mich die Räume über den persischen Palast von Darius und Xerxes, wo also auch Königin Esther aus der Bibel drin war. Große Teile von Wänden des Thronsaals sind ausgestellt, die mit Bildern geschmückt sind, und ein wuchtiges Kapitell einer der mittleren Säulen. Genau diese Teile hat Königin Esther vor tausenden von Jahren gesehen und sie sind jetzt immer noch so gut erhalten. Viele weitere Ausstellungsstücke des Museums sind wirklich exquisit....
Paris – Tag 14: Viele Museen, die B-Crew und ein toller Abend

Paris – Tag 14: Viele Museen, die B-Crew und ein toller Abend

Museumstag – ab zu Hôtel de Ville und dann in schönstem Sonnenschein auf die Ile de la Cité. Noch einen Blick vorbei an Notre Dame und dann in die Saint-Chapelle. Was für ein begeisterndes Gebäude!!! Für die Aufbewahrung der Dornenkronen-Reliquie gebaut, ist sie wie ein Schmuckkästchen. Schon die Unterkirche ist exquisit in Rot, Blau und Gold ausgemalt. Man klettert eine kleine Wendeltreppe hinauf, kommt um eine Ecke und es öffnet sich der Blick auf riesig hohe Kirchenfenster.Ab einer Höhe von ca. 4 m sind die Wände so gut wie komplett durch Fenster ersetzt. Es ist wirklich ein besonderer Anblick! Das Dach scheint auf einem Meer von 1000 bunten biblischen Geschichten zu schweben. Wir haben gut eine Stunde den Anblick genossen. Als nächsten Stopp haben wir direkt im Nachbargebäude die Conciergerie angesteuert, die europaweit größten gotischen Gewölbe des mittelalterlichen Königspalastes. Dort ist zurzeit eine Ausstellung über Ludwig den Heiligen (zu seinem 800. Geburtstag) – es werden die Gedankenwelten alter Herrscher, die sich für das Christentum entschieden haben, aufgezeigt. So konnten sie z.B. nicht gut lesen – um die biblische Bildung zu vermitteln, gab es „Comic-Bücher“: Bilder mit biblischen Geschichten und dazu ein oder zwei Sätze. Des Weiteren kann man einen Eindruck von den Tagen der Conciergerie als Gefängnis während der Revolution gewinnen, u.a. die Zelle Marie Antoinettes und die verschiedenen anderen Zellentypen nachgebildet und ein Raum mit den Namen der 2780 Hingerichteten während der 3 Jahre Revolution – im Schnitt zweieinhalb Hinrichtungen am Tag… Oh die großartige Revolution! Von dort aus bin ich, während die anderen noch geguckt haben, ein wenig draußen rumgelaufen und hab die Pont Noef gesehen. Zurück...
Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Paris – Tag 13: Ein perfekter Tag in Versailles und danach ins Louvre

Eigentlich wollten wir heute den Tag im Louvre verbringen, dann hat aber die Sonne so schön geschienen und wir haben einen einstimmigen Zufallsentscheid gemacht: Planänderung, ab nach Versailles. Aber abends zum Schluss trotzdem noch ins Louvre. Nach Versailles kommt man mit einem Zug, der erst unterirdisch fährt und dann mit schickem Blick auf die Stadt. In Bahnhof angekommen, muss man nur wie ein Herdentier dem Strom von Menschen hinterherlaufen; falls der Strom an Menschen mal abbricht, stehen Helfer bereit, die mit ausladenden, winkenden Bewegungen den Fluss der ratlosen Touristen wieder in Gang bringen. Nach der kurzen Pilgerreise zum ersten Anblick des Schlosses beginnt der Aufstieg zu den goldenen Toren. Heute war zum Glück kaum etwas los und wir mussten nirgendwo warten; auch war es nirgendwo so überfüllt, dass man gestört gewesen wäre. Also Audioguide her und los durch die wunderbaren Räume. Gold überall; und an den Wänden nicht wie sonst oft in Schlössern Marmor-Imitat, sondern echter Marmor in den verschiedensten Farben; selbst die weißen Flächen sind echter Marmor. Immer wieder erheischt man durch die Fenster einen Blick auf die wunderschönen formalen Gärten. Eine wahre Kuriosität sind die hübschen Ladies aus allen nur erdenklichen Ländern, die ausgedehnte Selfie-Sessions machen. Es gab auch eine Sonderausstellung über kostbare alte Möbel. Sehr, sehr interessant – richtig spannend waren verschiedene Sekretäre, die mit raffiniertesten Geheimfächern ausgestattet waren oder in mehreren Schritten ausgefaltet werden konnten. Auch dort gezeigt wurde der erste Tisch, der sich mit einer „Jalousie“ verschließen lässt. Nach den Innereien des Schlosses ging es dann in den wunderbaren Park. Erst war alles in wunderbaren goldenen Sonnenschein gehüllt, dann hat es kurz etwas geregnet,...