USA – Tag 22: Der Strand ruft

USA – Tag 22: Der Strand ruft

Yeehaw! (wir sind ja immerhin in den Südstaaten) – ich habe wieder aufgeholt.

Heute Morgen haben wir wieder etwas ausgeschlafen, aber wir haben uns ja auch immer die Nächte um die Ohren geschlagen.

Danach dann Frühstück und alles ins Auto, was, wenn man nicht so 100 % motiviert ist, doch etwas dauern kann.

Nachdem wir alles gepackt hatten, waren wir schon wieder hungrig und haben noch eine Runde gesnackt und geredet. Dann war es Zeit, tschüss zu sagen und uns in den Straßenverkehr zu stürzen.

Ein kleiner Einschub zum Verkehr hier: Obwohl deutsche Straßen oft schmaler und viel stärker befahren sind, ist hier Autofahren Krieg. Die meisten Leute sind nicht nur super rücksichtslos, sondern ballern einfach todesmutig drauf los, egal ob ihnen jemand im Weg ist oder nicht. Dazu kommt, dass die Verkehrsführung für den pedantischen Deutschen oft keinen wirklichen Sinn ergibt. Es gibt Autobahnausfahrten auf der linken Seite und sogar Auffahrten von links, Brücken sind super steile Katzenbuckel und die Betonbahnen sind teilweise so ausgefahren, dass das Auto anfängt, sich aufzuschaukeln und man das Gefühlt hat, bald wie ein Kaninchen davon zu hopsen. Hier ist man wirklich dankbar für die langsamen Geschwindigkeitsbegrenzungen, ansonsten müsste man wahrscheinlich im Auto einen Sag mitführen, da man sowieso nicht am Ziel ankommen würde.

Also ab nach Pensacola. Irgendwo entlang der Autobahn Interstate 12 sind wir abgebogen und haben ein kleineres Lebensmittelgeschäft heimgesucht und uns Picknick gekauft. Und wow! war das ländlich – auf dem Parkplatz standen eigentlich nur große Pickup-Trucks und die meisten Kunden sahen etwas verwahrlost aus. Dreckige Jeans und Feinrippunterhemd scheinen akzeptable Bekleidung zu sein. Aber freundlich sind sie! Mit einem Mann haben wir uns eine Zeit lang unterhalten und am Ende waren es drei. Irgendwie eine schwer beschreibare sonderliche Atmosphäre.

Nach einer weiteren Strecke auf der I-12 sind wir auf eine Seitenstrecke abgebogen, um am Lake Ponchartrain entlangzufahren, und haben eine wirklich schöne Promenade gefunden, an der wir eine Stunde lang entspannt haben.

Nach diesem Stopp haben wir dann nochmal am Strand des Golfs von Mexiko gehalten und ein paar Muscheln gesammelt, bis wir von einem bremsenartigen Fliegeinsekt verfolgt wurden und fluchtartig geflohen sind.

Von da aus haben wir die Strecke nach Pensacola nur noch einmal unterbrechen müssen, als ein Wolkenbruch der Superlative das Weiterfahren unmöglich gemacht hat. Wir sind einfach von der Interstate runter und haben uns einen Platz zum Auswarten des Regens gefunden. Mussten allerdings nur 10 Minuten warten, bis der Regen wieder fast aufgehört hatte.

Grade sitze ich im Auto und habe die Beiträge für die letzten drei Tage geschrieben und es liegen noch 40 Minuten vor uns. Bald sind wir wieder in Pensacola.

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