Venedig 16 – Tag 9: Heute Ruhetag

Venedig 16 – Tag 9: Heute Ruhetag

Samstag, 08.10.2016
Wetter: bedeckt und regnerisch, ca. 18 °C
Wassertemperatur: 18 °C

Sarah ist heute Morgen sehr platt und erkältet aufgewacht – nach etwas Überlegen hat sie sich entschieden zu Hause zu bleiben. Damit sie nicht allein ist (und das Wetter da draußen war auch echt fies), habe ich mich entschieden, auch zu Hause zu bleiben. Während Sarah nochmal eine Runde geschlafen hat, habe ich die Fotos der letzten Tage nachbearbeitet und wollte gerade anfangen Videos zu schneiden, als Papa wieder zur Tür reinkam. Er hatte sein Portemonnaie vergessen und den Beschluss gefasst, gegen seine Knieschmerzen heute Rad zu fahren und zu schwimmen. Für diesen Plan hat er auch mich begeistert und schon setzen wir uns wie die Affen auf unsere Schleifsteine. Wir radeln die gleiche Strecke wie letztens am Abend und dann weiter bis ganz zum Ende der Insel. Zunächst bei ziemlichem Regen, dann Nieselregen. Ganz in der Ferne schon einzelne sonnenbeschienene Türme. Dann irgendwann wärmt uns die Herbstsonne versöhnlich und ich kann meine Regenjacke ausziehen. (Übrig bleiben 3 Sporthemden, eine Daunenweste und eine Laufweste.) Die Insel endet eher unspektakulär in einem Fähranleger, einem Leuchtturm und einem Kontroll-Tower. Wir gucken natürlich auch rüber zur Nachbarinsel Pellestrina, die aber nach der Auskunft eines älteren deutschen Ehepaares gänzlich uninteressant ist (ein langer schmaler Schlauch: teilweise eng bebaut, teilweise Natur, ein sehr gutes Restaurant). Wir machen uns auf den Rückweg. Vorbei an alten Ferienanlagen und Hotels der 60iger, tollen Häusern, maroden Häusern und schönen Vistas.

Nach gut zweieinhalb Stunden wieder zu Hause, war keine Sarah zu finden. Zettel an der Tür: Bin am Strand. Schnell eine Runde Eierkuchen zubereitet und in einer Tüte in unsere Badehandtücher eingewickelt, Papa macht viel heißen Kakao. Mit Proviant beladen sind wir dann zum Stand gegangen und haben dort mit Sarah Mittag gegessen. Richtig schön, so im Windschatten eines hier auf dem Strand geparkten Segel-Katamarans, mit Blick den Stand entlang, Eierkuchen mit Schokolade zu essen und heißen Kakao zu trinken. Kaum waren die letzten Bissen zu Ende gemampft, verabschiedete sich die Sonne und der Himmel war wieder tiefverhangen mit dunklen Wolken.

Frisch gestärkt habe ich mich also mit Papa im vollen Lauf in die Fluten gestürzt und wir sind eine Runde geschwommen. Zum Planschen war der Wind heute zu stark und zu kalt und das Wasser war bei weitem nicht mehr so warm wie die Male davor. Man wusste nicht so ganz, ob einem kalt sein sollte oder ob es eigentlich noch recht warm ist. Sicherheitshalber sind wir nicht allzu lange im Wasser geblieben. Raus in den kalten Wind und ordentlich abribbeln. Zu Hause dann heiß baden.

Danach hat sich dann Papa zu den anderen in die Stadt aufgemacht. Sarah und ich sind recht bald zum Coop um die Ecke geradelt und haben Pizza gekauft. Beim Backen der Pizza hab ich versucht, meine Serie auf den Fernseher hier zu bekommen – der einfachste Weg: Laptop, Kabel, Fernseher ist nicht möglich, da ich einen Adapter vergessen hab, der bei Amazon so 4 Euro kostet; hier darf man mindestens 20 Euro mehr drauflegen. Dann wollte ich es an meinen Raspberry Pi streamen – den ich eigentlich für einen anderen Zweck mitgenommen hatte – aber hier in dem Netzwerk poltert ein „Geist“ und die Netzwerkverbindung zwischen Geräten bricht immer ab. Dann wollte ich mein eigenes WLAN aufspannen – auch Fehlanzeige. Also doch am Laptop gucken… war am Ende auch echt gemütlich.

Den Rest des Abends Pizza, Battlestar Galactica und so leckere kleine Küchlein. Gegen 21 Uhr sind die anderen auch wieder da und ich hatte schon für sie gekocht. Es wird erzählt und gegessen.

Nun fallen wir alle müde ins Bett… Es bleibt nur noch eines meiner Lieblings-Kinderbücher zu zitieren: „und nun schlaf geschwind – wie ein Murmeltierkind!“

 

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