Venedig – Tag 1: Ab nach Venedig!

Venedig – Tag 1: Ab nach Venedig!

Gestern Abend hatten wir Hunger, kurzerhand hab ich beschlossen, den Grill anzuwerfen und Steak zu grillen. Da fiel mein Blick auf Rinderhack, das noch übrig war. Also haben wir schnell noch Burger-Patties gemacht und auch noch gegrillt. Picknick-Burger sind mal wirklich eine sehr geniale Idee!

Ein Flug am Nachmittag scheint optimal zu sein, man kann morgens noch die letzten Dinge finalisieren und dann ganz entspannt zum Flughafen. Für uns ging es von Hannover nach München und dann weiter nach Venedig. 

Also, die Gang in Hannover angekommen, alle raus, alles Gepäck raus und alle Kochs ins Flughafengebäude, Papa Koch Auto wegbringen, alle Kochs zum Baggage-Drop-Off, alle Kochs durch Security – Ilan ist heute das erste Mal durch einen Nacktbild-Scanner gegangen, „nein den Gürtel müssen sie nicht ausziehen“ haben sie mir gesagt, aber dann wollte der nächste freundliche Herr in meine Hose fassen und hat es auch noch „Genitalbereich“ genannt… so ganz bodenständig… dann noch die Kameratasche auspacken, nachdem man schon den Laptop und das Tablet aus seinem Koffer gewühlt hat. Sicherheit kann so schön sein… Und Metalldetektoren werde ich wohl vermissen, die gute alte Zeit, als Bomben noch aus Metall waren und die Terrorangst nicht so verbreitet –  ein paar Kochs durch die Parfümerie – pffft pffft, guter Geruch (Hugo Boss Botteled Intense ist mal mega) und dann zu guter Letzt alle Kochs in den Flieger.

Rauf in die Lüfte und den Sonnenschein. Erst dachte ich „meeh“ warum Wolken, aber auch Wolken können einen 50 Minuten beschäftigen. Einfach nur schön!

In München wieder zurück auf das triste Level der Erdbewohner und schnell zum nächsten Gate. An dieser Stelle ein Lob an die Lufthansa (mit denen ich schon lange nicht mehr geflogen bin): freundliche und lustige Cabin Crew und dann am Ankunfts-Gate noch kostenlose Getränkeautomaten… Zügigen Schrittes zum nächsten Gate und dort in einen Bus. Schön eng (positiv: man kann nicht so einfach umfallen) – und los zum Flugzeug. Gangways sind zwar schön, aber so mit Leiter das Flugzeug erklimmen und vor dem Flug nochmal frische Luft atmen ist auch schön.

Wieder ab in die Lüfte, rauf in den roten Sonnenuntergang auf der einen  Seite und die angeleuchteten Alpen auf der anderen. Geduldig hat der Mann neben mir immer wieder (naja, drei Mal) die Kamera per stiller Post zwischen Esther und mir hin- und hergegeben. Fotos sind halt wichtig.

Die Alpen schon ziemlich dunkel, in den Tälern ein paar Lichter und dann sind sie vorbei und man fliegt über ein Lichtermeer, völlig zersiedelt scheint Norditalien. Magisch grade Straßen verlaufen, soweit das Auge reicht, völlig gerade durch die Landschaft und dann kann man es erahnen: Venedig. Die Stadt, in der Pluderhosen fliegen können, liegt vor einem, dann unter einem, dann hinter einem und man setzt auf der Landebahn auf. Man ist in Italien. Woran merkt man das, fragt ihr mich?! An wohlgekleideten Männern, formvollendet, geschmackvoll gekleidet, mittleren Alters, manche jung, viele mit Mantel, Humphrey Bogart á la Casablanca vor meinen Augen. Der Mann neben mir direkt schon eine Zigarre im Mund, perfekter weißer Bart, runde Hornbrille, beschwingter Schritt, trotz fortgeschrittenem Alter, und rauchen – ja, wir sind in Italien.

Ankommen ist leichter als Wegfliegen. Koffer nehmen, Bootticket kaufen und raus. Einen Fußmarsch unter einem Unterdach führt einem zum Bootsanleger. Wann steigt man schon mal aus einem Flugzeug in ein Boot?! Der Urlaub kann nur gut werden! Erst viele Taxiboot-Anleger – wieder gutaussehende Männer in formvollendeter Kleidung – Wassertaxifahrer bieten ihre Dienste an. Wir warten auf den Wasserbus.

Als der Wasserbus endlich losfährt, nimmt man zuerst die Flugzeuge im Landeanflug über einem war. Woooosch, direkt 30 Meter über einem. Immer wieder überholen einen kleine Wassertaxis im Affenzahn und werfen hohe Wellen. Dann öffnet sich der Blick und man erahnt Venedig. Verschiedene Sehenswürdigkeiten kann man mit Fantasie ausmachen – ganz dahinten auf der anderen Seite der schwarzen sich wiegenden Masse. Nachts im Boot, finde ich, hat das Wasser, auf dem man fährt, immer so etwas Zähes, wie Teer, irgendwie drohend wiegt es unter einem. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann Murano – undiscript und mit vielen Bootsanlegern, dann gelbe Laternen im Wasser. Es erinnert an Narnia: den Untergang der Unterwelt. Dann wieder weiter über etwas offenes Wasser. Auf einmal Villen direkt am Wasser und kleine Wassergassen, immer mit Brücke drüber. Fast keine Menschen, obwohl es erst 20 Uhr ist. Venedig im Dunkeln vom Wasser aus wirkt ausgestorben.

Drei Haltestellen weiter sind wir auf Lido angekommen. Runter vom Boot, alle Plünnen werden hinterhergeschliffen. Aus dem Canal Grande kommt ein Kreuzfahrtschiff getuckert – die Costa Mediterrana. Fast so hoch wie der Campanile, der Turm auf dem dahinter liegenden Markusplatz, wirkt es – ein Fremdkörper, eine optische Illusion. Wie kann etwas so Großes, geradezu Grobschlächtiges, durch eine so zierliche Stadt fahren? Schön ist der Anblick irgendwie trotzdem.

In der Wohnung angekommen, werden wir von dem super freundlichem Vermieter begrüßt, Orangensaft und Kekse sind da und Prosecco (wirklich lecker) im Kühlschrank. Die Wohnung ist wirklich sehr schön, sauber, modern, angenehmes Layout, zwei Bäder sogar. Wir fühlen uns sehr wohl. Wir sind sehr glücklich und die meisten – zu denen werde gleich auch ich zählen – sind schon sehr am Schlafen.

Morgen wird dann die Stadt erkundigt.

Adventure awaits!

 

ESP8266 mit NodeMCU: Der Espresso-Maschinen-WLAN-Schalter.
Venedig – Tag 2: Mal an den Strand

Kommentar verfassen